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Kloppo schauen in Kirchberg

Der BVB schwitzt beim Training in Tirol - Klopp schickt Rosen Richtung München

  • Borussia Dortmund, Trainingslager in Österreich, Trainer Jürgen Klopp
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    Jürgen Klopp mit Borussia Dortmund zu Gast in Österreich. WEITER: Die Bilder!

  • Borussia Dortmund, Trainingslager Österreich
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    Roman Weidenfeller und Sebastian Kehl

Schwarz und Gelb sind dieser Tage in den Kitzbüheler Alpen die Modefarben, Champions-League-Finalist Borussia Dortmund ist seit Mittwoch vier Tage lang in der Region rund um Kirchberg in Tirol zu Gast. Startrainer Jürgen Klopp wird auch mehr als 700 Kilometer von Dortmund entfernt fast wie ein Popstar gefeiert, bei einem Ausblick auf die bevorstehende Saison präsentierte sich der 46-Jährige wie gewohnt bestens gelaunt, sportlich aber recht bescheiden.

Auf Kampfansagen Richtung Bayern München verzichteten Klopp und Clubboss Hans-Joachim Watzke. Stattdessen ging man mit den Bayern auf Kuschelkurs, denn Klopp ist sich sicher, dass die gesamte deutsche Bundesliga vom riesigen Hype rund um die Münchner mit ihrem neuen Trainer Pep Guardiola profitieren wird. "Was in München derzeit passiert, ist großartig", sagte Klopp am Donnerstag in Tirol.

Wenigstens Guardiola ist sympathisch

"Kloppo" zeigte großen Respekt vor seinem Kollegen, da könnte trotz aller Rivalität der Vereine eine Männerfreundschaft entstehen: "Mit Pep ist ein überragender Charakter und Trainer gekommen." Auf eine kleine Spitze in Richtung des Arbeitgebers von David Alaba wollte Klopp dann aber doch nicht verzichten: "Zudem macht Pep einen sensationell sympathischen Eindruck. Und das wird den Bayern sicher auch nicht schaden."

Der BVB wolle nicht "im Windschatten der Bayern Fußballspielen", sondern die eigenen Stärken "frech und offensiv" zur Schau stellen. Die Ziele sind in der Bundesliga ein Top-Drei-Platz und in der Champions League das Erreichen des Achtelfinales. Dafür müsse laut Klopp vor allem die Anzahl der Gegentore dramatisch reduziert werden. Am Transfermarkt werden die Dortmunder aber vor allem in der Offensive noch zuschlagen, schließlich hat Spielgestalter Mario Götze den Verein ja Richtung Bayern verlassen.

Watzke arbeitet an Verstärkungen

In den nächsten Tagen soll der Transfer von Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang (St. Etienne) unter Dach und Fach gebracht werden, bezüglich einer Verpflichtung von Mittelfeldakteur Henrich Mchitarjan (Schachtar Donezk) zeigte sich Watzke in Tirol zurückhaltend. Die wachsende Unruhe bei Medien und Fans, weil die Dortmunder bis dato auf dem Transfermarkt sehr defensiv agierten, versuchte Klopp zu beruhigen. "Wir wissen ganz genau, wo wir hinwollen. Wenn der Kader komplett ist, werden wir wieder sehr gut aufgestellt sein. Es ist alles gut."

Und auch Watzke, der bis zu 50 Mio. Euro in die Neuen investieren kann und will, meinte zu diesem Thema: "Wir wissen seit geraumer Zeit wen und was wir wollen. Und daran arbeiten wir." Man dürfe nicht vergessen, dass man vom Götze-Abgang erst im April und somit recht spät erfahren habe.

"Hier gibt es echtes Wohlfühlklima"

Dass der gescheiterte Transfer von Stürmer Robert Lewandowski zu den Bayern für schlechte Stimmung beim Spieler selbst bzw. bei den BVB-Fans sorgen könnte, hofft Klopp natürlich nicht. "Robert ist Fußballer durch und durch. Er wird weiterhin alles für Dortmund investieren." Klopp will bis zum Saisonstart auch das Gespräch mit den Fans zu diesem Thema suchen. "Ich werde die Fans in die Pflicht nehmen. Wenn dieser Verein und seine Fans schon so klasse sind, dann sollen sie das auch hier unter Beweis stellen."

Bei seinem zweiten Tirol-Ausflug mit dem BVB fühlt sich Klopp sichtlich wohl. "Hier gibt es echtes Wohlfühlklima, der Empfang war außergewöhnlich herzlich", versicherte Klopp. Die Einweihung der neuen BVB-Gondel in Westendorf am Donnerstagnachmittag überließ der Headcoach dann aber aufgrund von weiteren Medienverpflichtungen Abwehrspieler Neven Subotic.

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