Krank im Job von

Gefahr Boreout

Langeweile macht krank - Wie Sie Unterforderung im Job erkennen und vermeiden

Gelangweilte Frau im Büro © Bild: Thinkstock

Fühlen Sie sich in Ihrem Beruf gelangweilt? Kommt es Ihnen so vor, als wären Sie nutzlos und unausgefüllt? Und das über einen längeren Zeitraum hinweg? Dann laufen Sie Gefahr, geradewegs in ein Boreout zu schlittern.

Langeweile im Job ist auf Dauer gefährlicher, als man denkt. Während sich die einen nach einer Möglichkeit zum Durchatmen sehnen, weiß manch anderer gar nicht wohin mit der ganzen Zeit. Ein Gefühl der Leere und Sinnlosigkeit macht sich breit. Es folgt Frustration - allesamt Anzeichen für ein Boreout, wie der Psychotherapeut Wolfgang Merkle gegenüber "20min.ch" berichtet.

Gleichzeitig fühlt sich der Betroffene dazu genötigt, den Kollegen vorzuspielen, er sei, wenn auch nicht schwer, dann aber doch zumindest beschäftigt. Diesen Zwiespalt kann man vielleicht einige Wochen lang überbrücken, über kurz oder lang führt die anhaltende Unterforderung aber zum Dauerstress und im schlimmsten Fall zu einer Depression.

Symptome des Boreouts

Während die Gesellschaft mittlerweile recht sensibilisiert für ein Burnout ist, ist das Bewusstsein fürs Boreout noch nicht genügend stark ausgeprägt. Umso wichtiger daher, die Symptome zu kennen und rechtzeitig zu erkennen. Neben dem wie bereits eingangs beschriebenen psychischen Befinden kann sich ein Boreout auch in Schlafstörungen, Kopf- oder Magenschmerzen, Tinnitus oder Schwindelgefühlen äußern.

Die Anfälligkeit für ein Boreout hängt zudem davon ab, inwieweit der Betroffene in der Lage ist, sich außerhalb der Arbeit mit Dingen zu beschäftigen, die er für sinnvoll erachtet - sei es ein Hobby oder die Familie. Idealerweise aber sollte die Aufgabensuche innerhalb des Berufs erfolgen. Eine Möglichkeit wäre die Inanspruchnahme von Weiterbildungen. Eine andere ein Gespräch mit dem Chef, in dem Sie um die Übernahme neuer Aufgabenbereiche ersuchen.

Kommentare