Bona, Peace & Hope: Südkoreanische Forscher präsentierten drei neue Klonhunde

Erbgut einer erwachsenen Windhündin reproduziert Erfolgsquote konnte auf 25 Prozent erhöht werden

Bona, Peace & Hope: Südkoreanische Forscher präsentierten drei neue Klonhunde

Nach der Präsentation des weltweit ersten Klonhunds im vergangenen Jahr haben südkoreanische Forscher nach eigenen Angaben drei weitere Hunde geklont. Die weiblichen Welpen "Bona", "Peace" und "Hope" seien nach dem gleichen Verfahren wie ihr berühmt gewordener Artgenosse "Puppy" entstanden, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap.

Die Tiere, ebenfalls afghanische Windhunde, seien bereits im Juni und Juli dieses Jahres zur Welt gekommen. Die Forscher um den Tiermediziner Lee Byung Chun, die schon am ersten Klonexperiment beteiligt waren, stellten die neuen Klonhunde in "Theriogenology", einem internationalen Fachblatt für Tierreproduktion vor. Für die Reproduktion der Tiere wurde den Angaben zufolge jeweils das Erbgut einer erwachsenen Hündin in eine zuvor entkernte Eizelle gegeben. Diese Eizellen wurden dann jeweils in die Gebärmutter einer anderen Hündin eingepflanzt.

Insgesamt seien zwölf auf diese Weise erzeugte Eizellen verwendet worden, hieß es. Die Erfolgsrate habe bei rund 25 Prozent im Vergleich zu 0,8 Prozent im Falle von "Puppy" gelegen. Alle drei Welpen wiesen mit ihrer Zellspenderin genetisch identische Merkmale auf. Von den Ergebnissen erhoffen sich die Forscher nach eigenen Angaben einen Nutzen für die Zellbehandlung und die Tierzucht.

Lee ist ein früherer Mitarbeiter seines Landsmannes und später wegen gefälschter Stammzellenstudien diskreditierten Klonforschers Hwang Woo Suk. Nach der Aufdeckung der Fälschungen wurde Hwangs Team jedoch der Erfolg zuerkannt, mit "Puppy" den ersten Klonhund weltweit geschaffen zu haben. (apa/red)