Bombendrohung gegen Magna-Werk in Graz: Anrufer drohte dem Unternehmen

Werk nicht geräumt: War es ein Trittbrettfahrer? Ähnliche "Aktionen" am Hauptbahnhof und im Spital

Nach der telefonischen Bombendrohung gegen die Fertigungsstätte von Magna Steyr in Graz-Thondorf hat die Exekutive bei ihrer Suche noch keinen Sprengkörper gefunden. Das Werk wurde laut einem Firmensprecher nicht evakuiert, die Produktion nicht unterbrochen.

Bei der Drohung könnte es sich um eine Nachahmungsaktionen handeln, zu der die Bombendrohungen in London vom Wochenende bzw. gegen die Bahnhöfe Graz und Bruck/Mur und das LKH Leoben in den vergangenen eineinhalb Monaten animiert haben könnten.

Der anonyme Anrufer hatte sich gegen 8.43 Uhr in der Zentralermittlungsstelle des Fahrzeugfertigers in Thondorf im Südosten von Graz gemeldet. Der Sicherheitsdirektion zu Folge habe sich eine "vermutlich männliche Stimme" gemeldet und gesagt: "Ich werde Bomben zur Explosion bringen."

Seitens der Sicherheitsdirektion Steiermark hieß es, man versuche nun auf die Spur des anonymen Anrufers zu kommen. Über die Stimme oder einen möglichen Dialekt konnte man vorerst nichts sagen. Sprengstoffspürhunde sowie Spezialisten der Polizei untersuchten das Werksgelände.

Der Anruf könnte auch das Werk eines Trittbrettfahrers sein - in der Steiermark hatte es ähnliche Vorfälle im vergangenen eineinhalb Monaten gegen den Grazer Hauptbahnhof, den Bahnhof von Bruck/Mur und das LKH Leoben gegeben. In allen Fällen waren die Täter gefasst, in keinem Fall ein Sprengkörper versteckt worden. (apa/red)