Bombenanschlag in der Türkei vereitelt: Sprengsatz an Verkehrsachse entschärft

Laut Behörden handelt sich um ferngesteuerte Bombe

Wenige Tage nach einem Bombenanschlag mit zehn Toten in der Kurdenstadt Diyarbakir ist im Südosten der Türkei ein weiterer Anschlag vereitelt worden. In der Nähe von Nusaybin in der Provinz Mardin entschärften Sicherheitskräfte nach Angaben örtlicher Behörden eine ferngesteuerte Bombe, die an einer wichtigen Verkehrsachse entlang der Grenze zu Syrien entdeckt worden war.

Die Bombe aus zehn Kilogramm Plastiksprengstoff und Ammoniumnitrat ähnele dem Sprengsatz, der beim Anschlag in Diyarbakir verwendet worden war.

Bei dem Attentat in einem belebten Park in der überwiegend von Kurden bewohnten Regionalhauptstadt Diyarbakir waren zehn Menschen ums Leben gekommen, darunter sieben Kinder. 14 Menschen wurden verletzt. Die Behörden machten die kurdische Rebellengruppe PKK für die Tat verantwortlich.

Die PKK (Arbeiterpartei Kurdistans) wird von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation einstuft. Seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe in diesem Jahr sind 110 PKK-Kämpfer und 77 Soldaten der Armee ums Leben gekommen. Seit 1984 hat der Konflikt mehr als 37.000 Menschen das Leben gekostet.
(apa/red)