Bombenanschlag auf Militär-Bus in Istanbul:
Drei Menschen tot & sechs weitere verletzt

Im Fahrzeug befanden sich angeblich auch Kinder Niemand bekannte sich zur Tat im europäischen Teil

Bei einem Bombenanschlag in der türkischen Metropole Istanbul sind am Dienstag drei Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden. Wie mehrere türkische Fernsehsender berichteten, explodierte im Vorort Halkali im europäischen Teil der Stadt am Morgen ein Sprengsatz, als ein Bus mit Soldaten und deren Angehörigen vorbeifuhr.

In dem Fahrzeug saßen demnach auch Kinder. Die Sender NTV und CNN-Türk zeigten Bilder des zerstörten Busses. Mehrere Krankenwagen waren vor Ort; die Polizei riegelte den Anschlagsort ab. Eine kurdische Untergrundgruppe hat sich zu dem Anschlag bekannt. Die Tat sei Vergeltung für Angriffe der türkischen Armee und für einen "ungerechten Krieg gegen die Kurden", erklärten die "Freiheitsfalken Kurdistans" (TAK) auf einer Internetseite. Die Organisation kündigte an, ihre Angriffe noch zu verstärken.

PKK drohte erst am Wochenende
Die kurdische Untergrundorganisation PKK hatte am Wochenende mit Angriffen auf "jede Stadt der Türkei" gedroht, wenn die türkische Armee weiter gegen sie vorgehe. Die von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestufte Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hatte in den vergangenen Wochen ihre Angriffe wieder erheblich verschärft. Seit Ausbruch des bewaffneten Konfliktes zwischen den Rebellen und der türkischen Armee 1984 sind rund 45.000 Menschen ums Leben gekommen. (apa/red)