Bombenanschlag auf den Malediven: Zwölf Touristen wurden durch Nagelbombe verletzt

Sprengsatz explodierte bei Moschee in beliebtem Park Briten, Japaner und Chinesen unter den Opfern

Bei einem mutmaßlichen Bombenanschlag vor einer Moschee auf den Malediven sind zwölf Touristen verletzt worden. Der Sprengkörper sei vor einer Moschee am Eingang des bei Touristen beliebten Sultan Parks in der Hauptstadt Male detoniert, sagte ein Sprecher des britischen Außenministeriums. Unter den Verletzten sind ihm zufolge zwei Briten. Die übrigen Opfer sollen örtlichen Medien und Augenzeugen zufolge aus Japan und China stammen.

Den Berichten zufolge wurde die Explosion durch eine selbst gebastelte Bombe ausgelöst, bei der ein Mobiltelefon und ein Waschmaschinen-Motor an eine Gasflasche angeschlossen waren. Nach Angaben von Augenzeugen lagen im Park Nägel verstreut.

In der Nähe des Sultan Parks befindet sich das maledivische Verteidigungsministerium; zahlreiche Überwachungskameras sind in der Umgebung installiert. Das muslimische Land gilt als ruhig. In der Hauptstadt ist es seit einem Putschversuch 1988 zu keinen Schießereien gekommen. Im vergangenen Jahr reisten mehr als 500.000 Touristen auf die Inselgruppe. (APA/red)