Bombenanschlag in Istanbul: 30 Verletzte bei Explosion in Nähe eines Straßencafes

Sprengsatz war in einem Mülleimer versteckt Zusammenhang mit jüngsten Kurden-Spannungen?

Bombenanschlag in Istanbul: 30 Verletzte bei Explosion in Nähe eines Straßencafes

Bei der Explosion einer Bombe in Istanbul sind am Sonntag mindestens 30 Menschen verletzt worden. Zwei Menschen wurden bei dem Anschlag schwer verletzt. Die meisten Opfer erlitten demnach Schnittverletzungen durch Glassplitter. Cerrah wies Berichte zurück, wonach es sich um eine Gasexplosion gehandelt habe. "Die Explosion wurde von einem Sprengsatz ausgelöst", sagte Polizeichef Celalettin Cerrah.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Nach Polizeiangaben war der Sprengsatz in einem Mülleimer im Wohnviertel Bakirköy auf der europäischen Seite der türkischen Metropole versteckt. Bei dem Sprengsatz handelte es sich vermutlich um eine Handgranate mit Aufschlagzünder, sagte ein Polizeisprecher.

Nach türkischen Medienberichten entstand bei der Detonation beträchtlicher Sachschaden. Die Wucht der Explosion zerschmetterte mehrere Fensterscheiben. Die Polizei musste eingreifen, als aufgebrachte Anwohner einige Männer beschuldigten, die Bombe gelegt zu haben. Polizisten gaben auch Warnschüsse ab, um die Menschenmenge auseinanderzutreiben.

Ob der Anschlag in Zusammenhang mit den jüngsten Spannungen im Kurdengebiet steht, war zunächst unklar. Istanbul war in den vergangenen Wochen mehrfach Schauplatz kleinerer Bombenexplosionen. Im Südosten der Türkei wurden in den vergangenen Wochen bei Unruhen und Zusammenstößen 17 Menschen getötet. Drei weitere Menschen starben bei einem Brandanschlag von PKK-Anhängern auf einen Linienbus in Istanbul.

(apa)