Bombenalarm legt Flughafen Ibiza lahm:
Polizei sprengt verdächtiges Päckchen

Entwarnung Behälter enthielt keinen Sprengstoff Unbekannter warnte vor einer Bombe am Airport

Bombenalarm legt Flughafen Ibiza lahm:
Polizei sprengt verdächtiges Päckchen

Eine Bombendrohung auf dem Flughafen der spanischen Ferieninsel Ibiza hat für Tausende Urlauber zu stundenlangen Verzögerungen geführt. Die Polizei hatte den Airport sicherheitshalber räumen lassen. Die Drohung erwies sich später jedoch als falsch. Die Polizei hatte ein verdächtiges Paket entdeckt und es sprengen lassen. Der Behälter enthielt jedoch keinen Sprengstoff, sondern war leer.

Das spanische Innenministerium hatte die Bombendrohung von Anfang an als "im Prinzip nicht glaubwürdig" eingestuft. Als Vorsichtsmaßnahme seien jedoch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, hieß es.

Ein Unbekannter hatte in einem Anruf bei der baskischen Zeitung "Gara" mit der Explosion auf dem Flughafen der Mittelmeerinsel gedroht. Die Behörden riefen daraufhin die Reisenden zum Verlassen des Terminals auf und untersagten für mehrere Stunden alle Starts und Landungen.

Zahlreiche Urlauber-Jets wurden zu anderen Flughäfen umgeleitet. Etwa 3.000 Touristen warteten außerhalb des Flughafengeländes, bis der Alarm aufgehoben wurde. Auf dem Flughafen herrschte zur Zeit der Räumung auf Grund des Ferienbeginns in mehreren Ländern Hochbetrieb. Es waren 307 Starts und Landungen erwartet worden. Über 40.000 Passagiere sollten abgefertigt werden.

Die Bombendrohung löste in Spanien erhebliche Aufregung aus, weil die baskische Untergrundorganisation ETA kürzlich ihre Waffenruhe nach 14 Monaten aufgekündigt und mit neuen Terroranschlägen gedroht hatte. Flughäfen hat die ETA in der Vergangenheit schon häufiger angegriffen.

Zuletzt wurden im Dezember 2006 bei der Explosion einer Autobombe an Madrider Flughafen zwei Menschen getötet. Der Kampf der ETA für ein unabhängiges Baskenland hat seit 1968 mehr als 800 Menschen das Leben gekostet.

(apa/red)