Bombenalarm an der BH Horn: Mann wirft
gefährlichen Sprengkörper in Büroraum

76-Jähriger zündet Sprengsatz. Zündschnur ging aus Bombe nur durch großes Glück nicht explodiert

Bombenalarm an der BH Horn: Mann wirft
gefährlichen Sprengkörper in Büroraum © Bild: APA/BEZ.FEUERWEHR-KMNDO HORN/DRLO

Ein 76-Jähriger hat am Mittwoch für Bombenalarm in der Bezirkshauptmannschaft (BH) Horn gesorgt: Nachdem der Mann ein Paket in das Büro eines Sozialarbeiters geworfen hatte, wurde das Amtsgebäude evakuiert. Der aus Wien angeforderte Entschärfungsdienst machte den selbst gebauten Sprengsatz unschädlich. Der Tatverdächtige, der laut Polizei "eine Ausbildung als Sprengmeister hat", wurde festgenommen.

Zu dem gefährlichen Zwischenfall war es am späten Mittwochvormittag gekommen. Nach Polizeiangaben suchte der 76-Jährige, zuletzt ohne festen Wohnsitz, im dritten Stockwerk der BH Horn einen Sozialarbeiter auf, der ihn bereits betreut hatte. Weil das Gespräch bezüglich einer Winterunterkunft nicht in seinem Sinn verlaufen sein dürfte, zog der Waldviertler plötzlich eine selbst gebastelte Sprengvorrichtung aus der Rocktasche.

Dabei handelte es sich laut Polizei um "gebündelte Gasfeuerzeuge", mit Klebeband umwickelt, samt Sprengkapsel und Zündschnur in der Mitte, die der Mann angezündet haben soll. Weil die Schnur "Gott sei Dank nicht vollständig abbrannte", so die erhebenden Beamten, sei es zu keiner Explosion gekommen.

Zum Motiv des Verdächtigen hieß es, dass es offenbar mehrere "nicht ganz nachvollziehbare Gründe" gebe. Bei der Einvernahme durch Beamte der Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspektion Horn gab der 76-Jährige von ihm vermutete Unregelmäßigkeiten wegen einer Pensionsauszahlung an - verursacht durch die BH und eben das Fehlen eines Wohnsitzes über die Winterzeit.

Der Mann wurde noch beim Verlassen der BH festgenommen. Der Sozialarbeiter, der unverletzt blieb, hatte sich inzwischen nicht nur in einem Nebenraum eingesperrt, sondern auch bereits die Polizei alarmiert.

Sämtliche Räume durchsucht
Das Amtsgebäude wurde vollständig evakuiert. Der Gefahrenbereich in der Umgebung wurde vorübergehend ebenfalls großräumig abgesperrt. Die stundenlange Evakuierung blieb auch nach der Entschärfung des Sprengsatzes vorerst noch aufrecht. Aus Sicherheitsgründen wurden sämtliche Räume der Bezirkshauptmannschaft durchsucht.

Das Innenministerium teilte mit, dass der festgenommene Tatverdächtige ein Sprengexperte sei. "Wir wissen, dass diese Person mit Sprengmittel zu tun gehabt hat", sagte Bezirkshauptmann Johannes Kranner.

(apa/red)

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