Bombenalarm am Bahnhof Graz: Kein Sprengsatz - mutmaßlicher Täter in Haft

Anrufer handelte wohl aus familiären Problemen

Bombenalarm am Bahnhof Graz: Kein Sprengsatz - mutmaßlicher Täter in Haft

Der Einsatz wegen des Bombenalarms am Grazer Hauptbahnhof ist unspektakulär zu Ende gegangen. Sprengsatz wurde keiner gefunden, jener Mann, der vermutlich den Drohanruf getätigt hatte, wurde im Nordburgenland festgenommen. Der Anruf war am Himmelfahrt-Tage gegen 14.22 Uhr bei der Berufsfeuerwehr und dem Roten Kreuz eingegangen, die die Polizei verständigten.

Die Polizei hat am späten Nachmittag einen Mann in Gewahrsam nehmen können, bei dem es sich um den mutmaßlichen Drohanrufer vom Grazer Hauptbahnhof handeln könnte. Da die Gespräche per Mobiltelefon geführt wurden, hatte die Polizei eine Peilung vornehmen können. So konnte der Mann in einer kleinen Ortschaft im Nordburgenland - nahe Wiener Neustadt - festgenommen werden. Es handelt sich dabei um einen 35 Jahre alten Mann, der familiäre Probleme haben soll und bereits vor Jahren mit einem ähnlichen Fall die Polizei auf Trab gehalten haben soll.

Der Verdächtige, gegen den ein Haftbefehl ausgestellt und der am Abend nach Graz zur Vernehmung gebracht wurde, hatte am Nachmittag verlangt, mit dem Verhandlungsspezialisten Eduard Hamedl sprechen zu dürfen. Hamedl hatte den Mann dann auch an seiner Stimme wiedererkannt, so ein Polizist zur APA.

Ein Sprengsatz konnte von den Einsatzkräften nicht gefunden werden, auch ein Sprengstoffsuchhund zeigte nach mehrmaligen Beschnuppern der Schließfächer nichts an. "Es dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit auch kein Sprengsatz im Gebäude sein, aber wir suchen sicherheitshalber noch einmal alles ab und haben erst Gewissheit, wenn alle Schließfächer geöffnet und überprüft sind", so der Beamte.

Die Sicherheitskräfte hatten am Nachmittag nach Eingehen des Drohanrufs die Kassenhalle und den Schließfachbereich im Untergeschoss des Hauptbahnhofs geräumten und den Bahnhofsvorplatz teilweise abgesperrt.

(apa/red)