Bohrungen können weiterlaufen: Neuerliche
Lobau-Besetzung letztlich friedlich beendet

Polizei sperrte Handschellen auf, Besetzer zogen ab

Bohrungen können weiterlaufen: Neuerliche
Lobau-Besetzung letztlich friedlich beendet

Die Polizei hat die neuerliche Besetzung eines Bohrgeräts in der Wiener Lobau friedlich beendet. Die Handschellen, mit denen sich zwei Aktivistinnen angekettet hatten, wurden von Exekutivbeamten mittels Schlüssel geöffnet. Die beteiligten Personen leisteten keinen Widerstand und verließen freiwillig die umzäunte Fläche. Danach nahm die Asfinag die Bohrarbeiten wieder auf.

Festnahmen gab es keine, so Werner Autericky, Leiter des Bereichs Extremismus im Wiener Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, im Telefonat mit der APA. Lediglich die Identität der drei Personen von "Resistance for Peace", darunter Peter Rosenauer als Wortführer, wurde festgestellt. Sie haben mit Anzeigen wegen der unangemeldeten Versammlung zu rechnen. Zusätzlich behält sich auch die Asfinag rechtliche Schritte vor.

Nach der Verständigung der Polizei gegen 11.00 Uhr war auch die Spezialeinheit WEGA vor Ort, musste aber nicht einschreiten. Man habe das Gespräch gesucht und die Versammlung gegen die Nordost-Umfahrung (S1) dann für aufgelöst erklärt. Dabei sei man "mehr als verhältnismäßig und sanft" vorgegangen, so Autericky. Die Handschellen der Angeketten musste die Polizei nicht gewaltsam öffnen, weil man den passenden Schlüssel dabei hatte.

"Wir ziehen uns zurück", hatte Rosenauer zuvor schon telefonisch gegenüber der APA verkündet. Es habe derzeit keinen Sinn, weiter auszuharren, da die Polizei den Bauzaun bewache. Ob es weitere Besetzungen geben werde, könne er "aus taktischen Gründen" derzeit nicht sagen, betonte er. Von Seiten der Stadt Wien war zu hören, dass man keinen Einwand gegen den Polizeieinsatz erhebe. (apa/red)