Boeing startet mit "Dreamliner" durch: Jungfernflug mit zweijährigen Verspätung

Boeing 787 ist Antwort auf Airbus-Konkurrenten 350 Neues Flugzeug kann jede Fernverbindung bedienen

Boeing startet mit "Dreamliner" durch: Jungfernflug mit zweijährigen Verspätung © Bild: Reuters

Mit mehr als zwei Jahren Verzögerung ist der neue "Dreamliner" von Boeing zu seinem Jungfernflug gestartet. Wegen technischer Probleme musste der Erstflug der Boeing 787 in der Vergangenheit immer wieder verschoben werden. Das am 8. Juli 2007 erstmals der Öffentlichkeit gezeigte Flugzeug hat bereits reichlich Vorschlusslorbeeren erhalten und schon Hunderte Bestellungen kassiert.

Für den Erstflug waren insgesamt rund vier Stunden zum Test der verschiedenen Systeme angesetzt, bevor das Flugzeug wieder auf dem Boeing-Flugplatz bei Seattle landen sollte. Eigentlich sollte Boeings "Dreamliner" schon vor einem halben Jahr an den Erstkunden All Nippon Airways in Japan ausgeliefert werden. Doch Probleme mit der neuartigen Technologie und der auf zahlreiche Zulieferer verteilten Fertigung führten zu immer neuen Verzögerungen.

Die 787 ist in gewisser Weise Boeings Antwort auf den Airbus A380, das größte Passagierflugzeug der Welt. Boeing hatte sich entschieden, nicht ein Konkurrenzmodell von ähnlichen Ausmaßen zu bauen, sondern setzt auf ein mittelgroßes Modell mit hoher Reichweite. Damit wird der "Dreamliner" zu dem wesentlichen Konkurrenten für den Airbus A350 XWB, der im Jahr 2013 auf den Markt kommen soll.

Die Boeing B787 ist die erste Neuentwicklung des Herstellers seit der B777 aus dem Jahr 1995. Das Flugzeug soll je nach Variante zwischen 210 und 290 Passagiere 14.000 bis fast 16.000 Kilometer weit befördern können. Damit wäre praktisch jede wichtige Fernverbindung nonstop zu bedienen. Eine weitere Variante für bis zu 330 Passagiere soll für Mittelstrecken bis 5.560 Kilometer ausgelegt werden.

(apa/red)