Böden, Luft und Wasser sind verschmutzt: 40% der Todesfälle durch Umweltbelastung

57% der 6,5 Milliarden Menschen mangelernährt 1,2 Milliarden Erdenbürgern fehlt sauberes Wasser

Während des vergangenen Jahrzehnts haben sich Infektionskrankheiten rapide ausgebreitet. Hauptverantwortlich dafür ist neben dem Bevölkerungswachstum vor allem die Verschmutzung von Wasser, Luft und Böden, wie eine amerikanische Studie ergab. Demnach stehen weltweit rund 40 Prozent der krankheitsbedingten Todesfälle mit der Zerstörung der Umwelt in Zusammenhang.

Um die komplexen Zusammenhänge zwischen Krankheiten und ökologischen Faktoren zu analysieren, werteten die Forscher der Cornell Universität in New York mehr als 120 Studien aus, die den Einfluss von Bevölkerungswachstum, Mangelernährung und Umweltverschmutzung untersuchten. Demnach nimmt die Zahl der Menschen zu, die nicht genügend Lebensmittel und keinen Zugang zu sauberem Wasser haben.

57% der Menschen mangelernährt
Derzeit sind etwa 57 Prozent der rund 6,5 Milliarden Menschen mangelernährt, wie die Forscher in der Zeitschrift "Human Ecology" berichten. Die Mangelernährung kostet direkt pro Jahr sechs Millionen Kinder das Leben. Zudem mache der Nährstoffmangel Menschen anfälliger für Erkrankungen, die durch Umweltverschmutzung ausgelöst oder begünstigt werden, wie etwa Atemwegsinfektionen.

1,2 Mrd. fehlt sauberes Wasser
Rund 1,2 Milliarden Menschen haben der Studie zufolge keinen Zugang zu sauberem Wasser. Durch Wasser verursachte Infektionen machen demnach 80 Prozent aller Infektionskrankheiten aus. Luftverschmutzung ist den Forschern zufolge für jährlich drei Millionen Todesfälle verantwortlich. Zudem sorgt die Erderwärmung für das Vordringen neuer Krankheiten wie etwa des Westnil-Virus oder der Lyme-Borreliose. Die Forscher rufen dazu auf, die Umweltressourcen zu bewahren. (apa)