Bode Miller am Ende seiner Durststrecke:
Erster Sieg des Amerikaners seit März 2008

"Enfant terrible" gewinnt Super Kombi in Wengen Benjamin Raich als bester Österreicher auf Rang vier

Bode Miller am Ende seiner Durststrecke:
Erster Sieg des Amerikaners seit März 2008 © Bild: APA/EPA/Schneider

Fast zwei Jahre hat Bode Miller warten müssen, nun meldete sich der US-Amerikaner in Wengen mit dem Sieg in der Super-Kombination am obersten Podestrang zurück. Der 32-Jährige gewann sein 32. Weltcuprennen, er hat sich zum Auftakt der Lauberhornbewerbe vor den beiden Schweizern Carlo Janka (0,37 Sekunden zurück) und Silvan Zurbriggen (0,42) durchgesetzt. Benjamin Raich wurde Vierter.

Miller, der seit 1. März 2008 und dem Erfolg in der Abfahrt in Kvitfjell eine lange Durststrecke zu bewältigen hatte, war bereits nach der Abfahrt vor Janka in Führung gelegen. Zurbriggen verbesserte sich von 13 auf 3 und Raich von 17 auf 4, der Rückstand des Pitztalers auf Miller hatte 2,41 Sekunden betragen.

"Ich war überrascht, dass ich durchgekommen bin, aber ich bin glücklich. Skifahrerisch war das nicht das Beste, aber es ist super, dass ich wieder mal durchgekommen bin und das Gefühl des Siegens wiederbekomme", sagte der Mann aus New Hampshire, der zugleich erstmals seit der Wengen-Abfahrt vor einem Jahr (Zweiter) auf dem Podest stand.

Raich behält die Führung
Nach Platz vier im Adelboden-Slalom rüttelte Raich auch in der Wengen-Kombi am Stockerl, war insgesamt aber zufrieden. "Es war kein schlechtes Rennen, aber nicht sehr gut", benotete sich Raich, der im Gesamtweltcup 32 Punkte vor Janka führt und auch in der Kombiwertung noch sechs Punkte Vorsprung auf den Schweizer hat.

Von den weiteren Österreichern klassierte sich Joachim Puchner (Sechster nach der Abfahrt) als 19., Michael Walchhofer wurde 26. Mario Scheiber, Georg Streitberger und Klaus Kröll hatten nur zum Training für das Rennen am Samstag die Abfahrt bestritten, Romed Baumann und Florian Scheiber schieden in der Abfahrt aus. Scheiber klagte im Anschluss über Knieschmerzen wie zuletzt nach einem Sturz im Super-G von Val d'Isere.

(apa/red)