Konzert-Highlight von

Bob Dylan beehrt
gleich drei Mal Österreich

Der Musik-Gigant und Literaturnobelpreisträger gastiert im April in Wien und Innsbruck

Bob Dylan © Bild: APA/DPA/Bajzat

Es ist wieder soweit, die Fans atmen erleichtert auf. Bob Dylan gastiert im Rahmen seiner „Never Ending Tour“ wieder in Österreich. Und zwar gastiert der Altmeister und Literaturnobelpreisträger am 16. und 17. April im Wiener Konzerthaus und am 19. April in der Olympiaworld in Innsbruck.

"Wie Einstein für die Physik" sei Bob Dylan für die Popkultur, schrieb das US-Magazin "Newsweek". "Einer der großen - wenn nicht der größte - Songschreiber des 20. und 21. Jahrhunderts", sagt der Historiker und Dylan-Experte Sean Wilentz von der Princeton-Universität. Bob Dylan ist bereits 77, aber sein weltweiter Einfluss ist kaum hoch genug einzuschätzen.

Mit Protestsongs wie "Blowin' In The Wind" oder "The Times They Are A-Changing" revolutionierte der als Robert Allen Zimmerman in Duluth/Minnesota geborene Dylan Anfang der 60er-Jahre noch als Akustik-Folk-Sänger die gesellschaftliche Relevanz der populären Musik. Als Erfinder des elektrischen Folkrocks mit Meisterwerken wie "Like A Rolling Stone" wies er einer ganzen Musikergeneration neue Wege. Auch im fortgeschrittenen Alter nahm er wichtige Alben wie "Time Out Of Mind" (1997) auf. Und als wichtigster Popdichter erhielt er 2016 den Literaturnobelpreis.

Gut 35 Millionen Google-Treffer finden sich zu Bob Dylan. Rund 100 Millionen Tonträger soll der Musiker verkauft haben - und damit weniger als Taylor Swift oder Justin Bieber. Doch mit Zahlen lässt sich das Kulturphänomen nicht erfassen.

Dylan macht, was er will

In meist ausverkauften Konzerten strahlt der ältere Herr mit dem schmalen Bärtchen, den grauen Locken und dem schicken Hut Würde und Gelassenheit aus. Er macht stets was er will, würfelt auf der Bühne Songs aus allen Phasen seiner langen Laufbahn durcheinander, interpretiert sie stets neu, verzichtet auf Nostalgie-Shows und verlangt Aufmerksamkeit. Das gefällt nicht immer allen Fans, doch es gehört zum Gesamtwerk Dylan dazu und zeichnet ihn auch nach so vielen Jahren noch als Künstler und nicht nur Tribute-Band seiner selbst aus, wozu viele andere einst erfolgreiche Musiker in diesem Alter tendieren.

Denn Dylans "Arbeit, damals wie heute, inspiriert, gefällt, unterhält und baut Menschen weltweit auf. Er ist ein großartiges amerikanisches Kulturgut“, fasst es Wilentz aus Princton einst schön zusammen. Und wer sich wieder einmal von einem ganz Großen unterhalten wie inspirieren lassen will, hat am 16. und 17. April im Wiener Konzerthaus oder am 19. April in der Innsbrucker Olympiahalle die Chance dazu. Man sollte sie sich nicht entgehen lassen.