Magna Steyr von

Mini-Produktion wackelt

BMW erwägt Verlegung in niederländisches Werk wegen Logistikvorteilen

BMW erwägt Abzug von Mini-Produktion aus Österreich. © Bild: APA/EPA/Campardo

Keine guten Nachrichten für den Magna-Standort Graz: Trotz der Rekordumsätze von BMW erwägt der bayrische Autohersteller den Abzug der Mini-Produktion aus Österreich. Mittelfristig denke BMW darüber nach, die Herstellung des Kleinwagens auf die zwei Länder Großbritannien und Niederlande zu konzentrieren, sagte ein Sprecher des Münchener Autobauers. Magna kommentiert die Überlegung sehr zurückhaltend.

Derzeit produziert der österreichisch-kanadische Autozulieferer und Auftragsfertiger Magna das Modell Mini Countryman für BMW in Graz. Das niederländische Werk in Born sei der Produktionsstätte in Graz logistisch überlegen. BMW sei mit der Produktionsqualität von Magna zufrieden. Die Kanadier würden ein wichtiger Produktionspartner von BMW bleiben, mit dem man in Zukunft weiter zusammenarbeiten wolle, fügte der Sprecher hinzu.

Magna sehr zurückhaltend

Magna Europe kommentiert die Überlegungen von BMW sehr zurückhaltend. Wie es in einem Statement hieß, habe man seit 2003 "eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit" mit der BMW Group, an deren Fortsetzung vitales Interesse bestehe: "Seit 2010 fertigen wir mit großem Erfolg den Mini Countryman, und im Laufe des Jahres wird der Mini Paceman hinzukommen. Wir freuen uns im Rahmen unserer strategischen Partnerschaft auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit der BMW Group, auch über die Produktion der Mini Fahrzeuge hinaus, weil damit ein wesentlicher Beitrag für den Entwicklungs- und Produktionsstandort Graz geleistet wird."

60.000 Stück pro Jahr

Der Mini Countyman läuft seit August 2010 in Graz vom Band. Die Prognosen lagen zunächst bei 60.000 Einheiten pro Jahr. Nachdem sich die Nachfrage positiv gestaltete, revidierte man die angepeilten Kapazitäten nach oben, bis Ende 2011 wurden 127.000 Stück gefertigt. BMW hat in den ersten acht Monaten 2012 von seinem kleinen Flitzer knapp 193.000 Stück verkauft, ein Plus von 8,3 Prozent.

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