Blutvergießen im Gaza-Streifen: Fatah und Hamas wollen brutale Schießereien beenden

Untersuchung von jüngsten Gefechten angekündigt

Führende Vertreter der rivalisierenden Palästinensergruppen Fatah und Hamas haben die Einstellung der Kämpfe zwischen ihren Milizionären angekündigt. Beide Seiten hätten verabredet, das Blutvergießen untereinander zu beenden, sagte ein hochrangiges Fatah-Mitglied nach einem Treffen mit Hamas-Führern in Gaza.

Außerdem habe man sich auf eine Untersuchung der jüngsten Gefechte verständigt. Bei Schießereien waren zwischen der palästinensischen Polizei und bewaffneten Hamas- Milizionären in Gaza ein Mensch getötet und neun weitere verletzt worden.

Ein 40-jähriger Jordanier, der Fahrer des jordanischen Botschafters in Gaza, sei im Verlauf der heftigen Kämpfe tödlich getroffen worden, berichteten palästinensische Krankenhausärzte. Den Angaben zufolge hatten sich Mitglieder der rivalisierenden Gruppierungen in der Nähe des Parlamentsgebäudes in Gaza Schießereien geliefert. Sie hätten bei dem Gefecht auch Handgranaten und Panzerfäuste eingesetzt. Augenzeugen berichteten von lauten Explosionen.

Bereits in der Nacht zum Montag war im südlichen Gazastreifen ein militantes Mitglied der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas von militanten Mitgliedern der regierenden Hamas erschossen worden. Beide Seiten warfen sich gegenseitig vor, mit Provokationen die neuen Zusammenstöße ausgelöst zu haben.

Die Lage im Gazastreifen ist seit Tagen äußerst gespannt. Zwischen den rivalisierenden Palästinensereinheiten ist es mehrmals zu Gefechten gekommen. Fatah und Hamas sind seit Monaten in einen Machtkampf verstrickt, unter anderem geht es dabei um die Kontrolle über die Sicherheitskräfte. (apa/red)