Bluttat in Oststeiermark: Leichen der Toten werden obduziert - 6 Schüsse abgegeben

Angehörige der Opfer werdeb psychologisch betreut

Bluttat in Oststeiermark: Leichen der Toten werden obduziert - 6 Schüsse abgegeben

Nach der Bluttat innerhalb einer oststeirischen Familie, bei der ein 67-jähriger Landwirt zuerst seine 65 Jahre alte Frau und seinen 43-jährigen Sohn erschossen und danach Selbstmord begangen hat, wurden die drei Leichen obduziert. Nach ersten Untersuchungen des Gerichtsmediziners habe sich der von den Kriminalisten angenommene Verlauf der Tat bestätigt, berichtete Oberst Alois Eberhart vom Landeskriminalamt Steiermark.

An die sechs Schüsse sollen im Haus des Landwirts im oststeirischen Schäffern (Bezirk Hartberg) gefallen sein, dementsprechende Hülsen stellten die Kriminalisten sicher. Genaueres werde der Gerichtsmediziner nach der Obduktion sagen können, so Eberhart auf APA-Anfrage. Die Angehörigen der Familie - die Tochter sowie die 40-jährige Schwiegertochter und ihre beiden Mädchen - befinden sich daheim und werden von Ärzten, Psychologen und Mitarbeitern der Krisenintervention betreut.

Ausschlaggebend für die Tat dürften Depressionen des Landwirts gewesen sein. Er soll bereits länger deswegen behandelt worden sein. Der 67-Jährige und seine Frau sollen eine gute Ehe geführt haben, Streitereien oder Exzesse soll es nicht gegeben haben, meinte der Kriminalist.

Der Landwirt hatte im oststeirischen Schäffern im Erdgeschoss seines Hauses seine Ehefrau mit einer russischen Pistole erschossen. Als sein Sohn daraufhin vom ersten Stock hinunter eilte, um nachzusehen, wurde auch er getötet. Danach beging der 67-Jährige Selbstmord.

Die 40-jährige Schwiegertochter und ihre beiden Kinder (elf und 14 Jahre alt) befanden sich während der Tat ebenfalls im ersten Stock. Sie verständigten die Tochter des Ehepaares, die mit ihrem Mann daraufhin zum Haus kamen und die drei Leichen entdeckte. (apa)