Bluttat in der Ost-Steiermark: Frau von Ex-
Lebensgefährten in den Rücken geschossen!

Mann lauerte 40-Jähriger vor deren Wohnhaus auf 58-jähriger Täter beging auf der Flucht Selbstmord

Ein Beziehungsdrama hat in der Steiermark blutig geendet: Ein 58 Jahre alter Burgenländer hatte in Wenigzell (Bezirk Hartberg) seiner 40-jährigen Ex-Ehefrau vor deren Einfamilienhaus aufgelauert. Als sie wieder ins Haus flüchten wollte, schoss er ihr mit einer umgebauten Schreckschusspistole in den Rücken. Der 40-Jährige gelang es dennoch, ins Haus zu kommen. Sie verschanzte sich mit ihrem Freund und ihrer Tochter im zweiten Stock. Der Täter flüchtete vor der alarmierten Polizei mit dem Auto auf der L405 in Richtung Birkfeld, wo er sich in einer Seitenstraße erschoss.

Der Vorfall ereignete sich gegen 4.30 Uhr, als die Frau gerade zur Arbeit fahren wollte. Gerade, als sie die Haustür aufsperrte und ins Freie trat, wurde sie von ihrem 58-jährigen geschiedenen Ehemann aus dem burgenländischen Oberwart bedrängt. Bei dem Versuch, ins Haus zurück zu flüchten, wurde die Frau von ihrem Ex-Partner angeschossen und am Nacken getroffen.

Der 40-Jährigen gelang es, in den Vorraum ihres Heims zu kommen. Ihr Lebensgefährte (55) hörte ihre Schreie hörte und eilte ihr zu Hilfe. In diesem Moment schoss der Ex-Mann ein zweites Mal in den Vorraum und verfehlte den Freund des Opfers nur knapp. Mit einem Pfefferspray konnten sie den Schützen vorübergehend außer Gefecht setzen, die Tür zu versperren und in den zweiten Stock flüchten, wo sich das Paar zusammen mit der 14-jährigen Tochter - das Kind stammt aus der Ehe mit dem Burgenländer - im Schlafzimmer verbarrikadierte.

Der 58-Jährige gab aber noch nicht auf: Er zerschlug die Haustür ein und wollte die Schlafzimmertür einrennen, die jedoch von der Frau und ihrer Tochter zugehalten werden konnte, während der Lebensgefährte per Handy die Polizei verständigte. Dann zertrümmerte der Burgenländer die Wohnungseinrichtung. Inzwischen war neben den Beamten des Postens Rohrbach auch das Einsatzkommando Cobra alarmiert und auf dem Weg zum Tatort. Der Mann raste mit seinem weißen Mercedes davon.

Die Frau wurde vom Notarzt versorgt und mit leichten Verletzungen ins LKH Graz gebracht. Das EKO-Cobra Süd durchsuchte das Haus, da vorerst noch nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich der Täter noch in dem Gebäude befand. Gegen 8.15 Uhr fand eine Streife den Burgenländer: Sein Pkw stand in der Ortschaft Miesenbach, etwa zehn Kilometer südwestlich des Tatortes in einer Seitenstraße der L405 - der Mann, der bei seiner Tat alkoholisiert gewesen sein dürfte, hatte sich erschossen, die Waffe hielt er noch in der rechten Hand. Eine Obduktion wurde angeordnet. Laut Exekutive hatte sich das Ehepaar vor rund eineinhalb Jahren scheiden lassen, es dürfte bereits damals am gemeinsamen Wohnsitz in Pinkafeld Probleme gegeben haben.

(apa/red)