Bluttat in Altstadt von Jerusalem: Junger Italiener wurde von einem Araber erstochen

Wollte als Freiwilliger den Palästinensern helfen Rettungskräfte konnten nichts mehr für Opfer tun

Ein 24-jähriger Italiener ist in der Altstadt von Jerusalem von einem Palästinenser erstochen worden. Angelo Frammartino wollte als Freiwilliger im Rahmen eines Solidaritätsprojekts jugendlichen Palästinensern helfen. Sein Tod wurde vom Außenministerium in Rom bestätigt.

Aus Kreisen der israelischen Polizei verlautete, der 24-jährige Italiener sei mit vier jungen Frauen auf der Sultan Suleyman-Straße nahe dem Damaskus-Tor unterwegs gewesen, als er von einem Araber mit einem Messer in den Rücken gestochen wurde. Die israelischen Behörden gehen von einem terroristischen Attentat aus und glauben nicht an einen Raubversuch.

Die Rettungskräfte von Magen David Adom, Israels Rotem Kreuz, konnten nichts mehr für das Opfer tun, das in Schultern und Nacken gestochen worden war. Frammartino verblutete an Ort und Stelle. Die Tatwaffe wurde in der Nähe des Tatorts sichergestellt.

Die israelische Polizei riegelte das Gebiet ab und nahm drei Jugendliche fest, die verdächtigt werden, in den Anschlag verwickelt zu sein. In den Palästinenserwohngebieten wurden Straßensperren errichtet.

Frammartino war am 1. August zusammen mit einer Gruppe Freiwilliger der Gruppe "Arci" in Israel eingetroffen. Sie hatten ein Sommerlager für palästinensische Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren in der Altstadt organisiert. Frammartino, der in Rom Jus studierte, hätte am Samstag nach Italien zurückfliegen sollen.

In der Nähe der Stelle, wo der der Italiener ermordet wurde, war bereits vor drei Wochen ein Student einer jüdischen Yeshiva-Schule mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt worden. Der Attentäter erklärte nach seiner Festnahme, er habe gegen das israelische Vorgehen im Libanon protestieren wollen. (apa/red)