Blutlachen auf den Straßen des Iran: Leiche
des getöteten Moussavi-Neffen unauffindbar

Familie: Leichnam von Ali aus Spital verschwunden<br>Aufflammende Protestwelle brutal niedergeschlagen Massive Ausschreitungen in mehreren Städten

Blutlachen auf den Straßen des Iran: Leiche
des getöteten Moussavi-Neffen unauffindbar

In der iranischen Hauptstadt Teheran ist es zu den schwersten Zusammenstößen seit der Protestwelle gegen die Präsidentenwahl im Juni gekommen. Dabei wurden nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens mehr als 15 Menschen getötet. Unter den Toten war auch ein Neffe von Oppositionsführer Mir-Hossein Moussavi.

Ali Moussavi sei im Krankenhaus seinen Schusswunden erlegen, erklärte ein Berater von dessen Onkel. Sein Tod gibt jedoch Rätsel auf: Nach Angaben seiner Familie verschwand sein Leichnam aus dem Krankenhaus. Der Körper des Toten sei in Teheran fortgeschafft worden und unauffindbar, sagte der Bruder des Opfers.

Oppositionspolitiker Yazdi in Haft
"Bei verdächtigen Aktionen" seien fünf Personen "von Terrorgruppen" getötet worden, meldete das iranische Staatsfernsehen unter Berufung auf das Geheimdienstministerium. Zudem seien "mehr als zehn bekannte Mitglieder von terroristischen antirevolutionären Gruppen getötet" worden, hieß es. In anderen Medienberichten war zuvor von bis zu acht Toten die Rede gewesen. Die Polizei bestätigte den Tod von fünf Menschen. Nach Angaben von Oppositionskreisen wurde der liberale Oppositionspolitiker Ibrahim Yazdi festgenommen.

Die Proteste dauerten nach Angaben der oppositionellen Internetseite Jaras an. An mehreren zentralen Plätzen in Teheran sowie nahe dem Gebäude des staatlichen Rundfunks habe die Polizei mit Tränengas versucht, Demonstrationen aufzulösen. Gewaltsame Zwischenfälle bei Demonstrationen wurden auch aus den Städten Isfahan, Shiraz und Najafabad gemeldet.

"Tod dem Diktator"
Mit Sprechchören wie "Tod dem Diktator" waren tagsüber in Teheran mehrere tausend Anhänger der Oppositionsbewegung auf die Straße gegangen. Auf der Enghelab-Straße gaben die staatlichen Einsatzkräfte zunächst Warnschüsse in die Luft ab und gingen mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Menschenmenge vor. Schließlich hätten sie direkt auf Demonstranten geschossen, berichteten Augenzeugen und die dem Reformlager nahestehende Website Rah-e-Sabs. Dabei starb auch Moussavis Neffe.

Die Polizei erklärte ihrerseits, sie habe keine Schusswaffen eingesetzt. Dutzende Beamte seien verletzt worden, mehr als 300 Demonstranten festgenommen worden.

Die USA verurteilten die jüngste Gewalt im Iran mit scharfen Worten. Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Mike Hammer, kritisierte die "ungerechte Unterdrückung von Zivilpersonen" bei den Zusammenstößen.

(apa/red)

Kommentare

Reden ein ganzes Leben lang und alles geht weiter wie bisher. Gegenüber solchen Typen fehlt den Europäern und auch US Amerikaner jeder Mut.ö Sie können machen was sie wollen und provzieren wie sie wollen, aher bezeichnet dieser Dikator auch EU Politiker als dumm, wo er recht hat hat er recht. Sein Regime würde ohne Hilfe Westlicher Technologie nur die Kameltechnik beherschen und die Sprengkörper müßten mit Kamelen befördert werden, da es jedoch den überernährten Wohlstandsbürgern der USA und EU und anderen mehr auf das Öl ankommt als auf seinen Stolz und der Hilfe der Iranischen Bevölkerung kann er weiter tun was er will und wenn er eigenhändig Menschen zu ermorden beginnen würde würde weiter nur geplaudert

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