Blutiges Ende einer Party in Seattle: Gast erschoss sechs Gäste und dann sich selbst!

Opfer und Täter waren erst um die 20 Jahre alt

Blutiges Ende einer Party in Seattle: Gast erschoss sechs Gäste und dann sich selbst!

Ein Amokläufer hat bei einer Privat-Party in den USA ein Blutbad angerichtet. Aus bisher unbekanntem Motiv zog der Mann in der Nacht auf Sonntag während der Feier in einem Haus in Seattle eine Waffe und erschoss sechs der jugendlichen Gäste, wie die Polizei mitteilte. Als die Polizei den zwischen 20 und 30 Jahre alten Mann stellte, schoss er sich selbst eine Kugel in den Kopf. Zwei weitere Partygäste wurden verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert.

Bei den Todesopfern handelt es sich um fünf Männer und zwei Frauen, allesamt Teenager oder in ihren Zwanzigern. Die Feier war laut Polizei eine Party der Zombie-Szene, die Gäste hatten sich wie dort üblich als Tote geschminkt und gekleidet.

Der Täter sei selbst Gast der Party gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Augenzeugen zufolge sei er den Abend über sehr still gewesen und viel durch das Haus gelaufen. Später ging er laut Polizei zu seinem Kleinlaster, nahm sich ein Gewehr und eine Pistole und legte sich einen Patronengurt um. Auf dem kurzen Weg zurück zum Haus malte er demnach an drei Stellen das Wort "Now" ("Jetzt") auf. Als er am Haus ankam, habe er das Feuer eröffnet, in dem Gebäude brach Panik aus. Im Erdgeschoss tötete der Mann mehrere Partygäste, bevor er im Obergeschoss nach weiteren potenziellen Opfern suchte. Dort habe er auch durch geschlossene Türen auf Menschen geschossen, die sich versteckten.

Aufgeschreckte Nachbarn hätten die Polizei gerufen. Als die Beamten an dem Haus ankamen, hätten sie den Amokschützen aus dem Haus treten sehen. Ein Polizist habe ihn aufgefordert, die Waffe fallen zu lassen. Daraufhin habe der Täter die Pistole an seinen Kopf gehoben und sich erschossen. Das Gebäude in der vornehmen Capitol-Hill-Gegend der Stadt wird nach Angaben von Nachbarn öfter für große nächtelange Partys gemietet.

Zwar habe es Marijuana und Alkohol auf der Feier gegeben, teilte die Polizei mit. Noch stehe aber nicht fest, ob auch der Täter unter Drogeneinfluss gestanden sei. Zahlreiche Gäste hätten die Bluttat beobachtet und stünden unter Schock. Rund 20 Menschen werden nach Polizeiangaben psychologisch betreut und zu ihren Beobachtungen befragt. Auf ein mögliches Motiv des Täters gebe es bisher nicht den geringsten Hinweis.
(apa)