Blutige Kämpfe in Sri Lanka gehen weiter: Bei Luftangriffen vermutlich 70 Todesopfer

Lager der Befreiungstiger wurde schwer beschädigt Mindestens 65.000 Menschen seit 1993 getötet

Bei einem Luftangriff gegen die tamilischen Rebellen in Sri Lanka sind schätzungsweise bis zu 70 Menschen getötet worden, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Ein Stützpunkt der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) im Norden des Landes sei schwer beschädigt worden, sagte ein Ministeriumssprecher.

Üblicherweise lebten in solchen Stützpunkten 60 bis 70 Rebellen, und er gehe davon aus, dass sie alle getötet oder verletzt wurden, sagte Generalleutnant Rajapakse. Ein LTTE-Sprecher wies dies zurück. Es sei kein Lager getroffen worden und es habe keine Todesopfer gegeben. Die LTTE kämpft seit 1993 für einen eigenen Staat. Der Krieg kostete bisher mindestens 65.000 Menschen das Leben. Ein 2002 unter norwegischer Vermittlung vereinbarter Waffenstillstand ist Ende 2005 wieder zusammengebrochen.
(apa/red)