Blutige Auseinandersetzungen: Mindestens 65 Aufständische in Afghanistan getötet

Taliban verstärken ihre Angriffe auf US-Soldaten

Blutige Auseinandersetzungen: Mindestens 65 Aufständische in Afghanistan getötet

Bei Zusammenstößen mit US-geführten Koalitionstruppen sind im Süden Afghanistans nach US-Angaben mindestens 65 Taliban-Kämpfer getötet worden. Ein US-Militärsprecher teilte mit, afghanische und Koalitionseinheiten seien in dem Dorf Mirabad in der Provinz Uruzgan von "Extremisten" attackiert worden. Die Angreifer seien nach mehr als fünfstündigem Kampf getötet worden.

Bei einem anderen Zusammenstoß hätten die Koalitionstruppen in der Provinz Kandahar 25 Extremisten getötet. Auf Seiten der Koalitionstruppen habe es keine Opfer gegeben.

Bei Kämpfen und Anschlägen sind in den vergangenen drei Monaten in Afghanistan mehr als tausend Menschen ums Leben gekommen. Derzeit läuft die größte Offensive der US-geführten Koalitionstruppen gegen die Aufständischen seit dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001.

Zum "Heiligen Krieg" aufgerufen
Die USA erwarten eine weitere Zunahme der Gewalt. Durch die Ausweitung des Einsatzes von US-, NATO- und afghanischen Truppen in den Süden des Landes dürfte es häufiger zu Zusammenstößen mit den Taliban kommen, sagte eine US-Militärsprecherin. Die Aufständischen haben zum "Heiligen Krieg" gegen die rund 30.000 ausländischen Soldaten im Land und gegen die pro-westliche Kabuler Regierung des Präsidenten Hamid Karzai aufgerufen.

Der dänische Generalstabschef Hans Jesper Helsö war am Freitag bei einem Afghanistan-Besuch knapp einem Bombenanschlag entgangen. Ein Sprengsatz war explodiert, als ein Konvoi mit dem General vorbeifuhr. Der Anschlag ereignete sich rund 20 Kilometer entfernt vom dänischen Stützpunkt im nordostafghanischen Feyzabad. Verletzt wurde niemand. (apa/red)