Blutige Attacke auf Silvio Berlusconi:
Italiens Premier wird die Nase gebrochen

13. Dezember: Täter wirft Miniatur-Dom ins Gesicht Regierungschef muss einige Tage im Spital bleiben

Blutige Attacke auf Silvio Berlusconi:
Italiens Premier wird die Nase gebrochen © Bild: APA/EPA/Bellavia/Bazzi

Der italienische Ministerpräsident Berlusconi wird nach einem öffentlichen Auftritt in Mailand von einem Mann attackiert. Der 42-jähriger Täter bewirft Berlusconi mit einer Miniatur des Mailänder Doms für Touristen und verletzt ihn damit. Der Regierungschef, der von einer Entfernung von nur zwei Meter auf der rechten Gesichtshälfte getroffen wird, fällt daraufhin zu Boden. Berlusconi erleidet einen Nasenbruch und Verletzungen an der Unterlippe, die zugenäht werden muss. Außerdem brechen zwei Zähne ab.

Einsatzkräfte helfen dem Premierminister wieder auf die Beine. Der stark blutende Ministerpräsident wird sofort in sein Auto gebracht. Augenblicke später zeigt sich Berlusconi nochmals den umstehenden Menschen und versichert, dass er nicht schwer verletzt wäre. Danach wird er in die Mailänder San Raffaele-Klinik gefahren, wo er einige Tage zur Behandlung bleibt.

Täter sofort gefasst
Der Angreifer wird nach der Tat sofort festgenommen. Der Mailänder Massimo Tartaglia hatte sich Berlusconi genähert, als dieser in der Nähe seines Autos Autogramme gab. Auf den Fernsehbildern macht er einen abgestumpften Eindruck, als die Polizei ihn abführt und vor wütenden Passanten abschirmt. Der mutmaßliche Täter ist nicht vorbestraft.

Der Angriff auf den Premierminister löste in Italien helle Empörung aus. Der linksgerichtete Staatspräsident Napolitano verurteilte den Angriff und sprach Berlusconi seine volle Solidarität aus. Der mit Berlusconi verbündete Chef der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega Nord, Umberto Bossi, sprach von einem "terroristischen Akt".

Angreifer im Internet gefeiert
Kurz nach dem Angriff auf Berlusconi ist im Internet die Hölle los. Blitzartig bilden sich in der sozialen Internet-Plattform Facebook Hunderte Gruppen, die den gewalttätigen Angriff auf den Regierungschef feiern. Über 500 Gruppen loben die Geste von Massimo T..

(apa/red)