Blutdoping, EPO, Testosteron, Insulin & Co.: Kohl gesteht und belastet Matschiner schwer

Ex-Manager von Ermittlern der SoKo Doping verhaftet Legte Teilgeständnis ab: An Bluttransfers beteiligt Ihre MEINUNG: Was sagen Sie zum Doping-Sumpf?

Nach der Triathletin Lisa Hütthaler hat auch der des Dopings überführte und für zwei Jahre gesperrte Radrennfahrer Bernhard Kohl seinen ehemaligen Manager Stefan Matschiner öffentlich schwer belastet. In einer Pressekonferenz in Wien erklärte der Niederösterreicher, dass er seit seinem ersten Kontakt mit Matschiner im Jahr 2005 dopt. Matschiner hätte ihm EPO, Wachstumshormone, Insulin und Testosteron besorgt und Blutdoping durchgeführt.

Blutdoping, EPO, Testosteron, Insulin & Co.: Kohl gesteht und belastet Matschiner schwer © Bild: APA/Diener

Kohl gab zudem an, Kunde von Humanplasma gewesen zu sein. Er sei mit Matschiner dreimal in der Wiener Plasmapherese-Station im 9. Bezirk gewesen und hätte dort Blutdoping gemacht.

Der letzte Bluttransfer habe im September des Vorjahres stattgefunden - und damit in einer Zeit, für die das neue Anti-Doping-Gesetz gilt. In Summe habe er rund 50.000 Euro für die Dienste seines Ex-Managers gezahlt.

Matschiner war nach seiner Rückkehr aus Amerika von Ermittlern der "SoKo Doping" verhaftet worden. Der Anwalt Matschiners hatte zuvor noch erklärt, sein Mandant habe keine Dopingpräparate wie EPO und dergleichen an Hütthaler und Kohl weitergegeben, räumte aber ein, dass er bei Bluttransfers für Kohl beteiligt gewesen sei.

"Humanplasma" wieder im Brennpunkt
Mit seinen schweren Anschuldigungen gegen seinen Ex-Manager Stefan Matschiner ist auch wieder die Wiener Plasmapherese-Station "Humanplasma" in die Schlagzeilen geraten. Die Firma Humanplasma war im Jänner 2008 erstmals im Zusammenhang mit Doping in Medien aufgetaucht. Ein Verfahren gegen zwei Ärzte ist von der Staatsanwaltschaft Wien aber am Dienstag vor einer Woche (24. März) aus rechtlichen Gründen eingestellt worden.

Der Vorwurf lautete: In den Räumlichkeiten von Humanplasma soll mehreren höchst prominenten Sportlern Blut entnommen und nach entsprechenden Vorgaben aufbereitet worden sein. Die Staatsanwaltschaft Wien hatte seit Mitte Jänner daher gegen einen Wiener Transfusionsmediziner, der als Konsulent für Humanplasma tätig war, und einen Oberarzt, der gemeinsam mit diesem eine Blutbank betrieben haben soll, wegen möglicher Vergehen gegen das Arzneimittelgesetz ermittelt.

(apa/red)

Kommentare

onlinehv67 Das kann ich leider so nicht unkommentiert lassen von dir:
1. lasse ich mir von keinem in eine ihn gerade passende "ecke" drängen.
2. Viele dieser Typen sind entweder beim BH oder erhalten Geld aus der Sporthilfe und nehmen die steuerliche Vergünstigung des Finanzamtes in Anspruch.
Daher, und dazu stehe ich: Wer vorsätzlich das Ansehen Österreichs schädigt, und dazu gehört Doping nun mal, sollte die volle Härte der Rechtssprechung zu spüren bekommen und die erhaltenen Geldeinkünfte aus öffentlicher Hand zusätzlich zur Haftstrafe zurückzahlen.

3. "schön das wir verfolgen" - nun - ein Ladendieb wird aufgrund der geltenden Gesetze auch verfolgt.
Was soll deine Aussage? Rechtsfreier Raum? Sehr Eigenartig....

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Doping Da es keinen Spitzensportler im Ausdauerbereich gibt der nicht Dopt wenn er vorne sein will wäre es das beste die ganze Doping Angelegenheit frei zu geben. Den die Dopingjäger sind immer im Nachteil und hinten nach, die Gesundheitlichen Schäden sollte der Sportler dann in weiterer Folge selbst tragen.

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Re: Doping So ein Blödsinn, wer so was schreibt ist selbst gedopt.

Die Funktionäre bringen es zur Vollendung? Was brachten bis jetzt die Recherchen und Razzias der Dopingfahnder? Sehr mickrige Ergebnisse? Außer einigen Eingeständnissen von offenherzigen Sportlern, konnte man bis jetzt keine Resultate vorweisen?
Mit dem DOPING und den damit unnötigen Paragrafen, haben wir uns selbst ein Problem geschaffen.
Warum zögert man mit der Freigabe des DOPINGS?
a) Das Geschäft bliebe aus.
b) Die Nutznieser wären die Athleten.
c) Der Profit der Pharmaindustrien würde entfallen.
a.l.

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Doping Freigabe, besser wäre medizinische Kontrolle, anstatt Jagd In der Wirtschaft darf jeder dopen, zB ein Manager nimmt 15 Moca, 80 Zigar., Medik., etc., das ist auch Doping. Aber im Spitzensport werden bestimmte Sportarten besonders kriminalisiert. Bei der Tour oder beim Giro sind alle gedopt, nur mit unterschiedlicher Qualität bez. Kosten und Nachweisbarkeit. Über die extremen Bergetappen kommt niemend ohne Doping. Weiters werden die Entwickler und Hersteller immer einen Schritt vor den Jägern sein. Damit ist es wieder eine Frage des Geldes. Bei der Freigebe des Doping bestünde die Möglichkeit, die Entwicklung auf geringstmögliche Gesundheitsschädigung und nicht auf "Nicht Nachweisbarkeit" zu richten. Doping wird es immer geben, in welcher Form auch immer. Der Zuseher verlangt es durch immer "Schneller, Höher, Weiter, etc."

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Bei Heide Schmidt auf der Liste Waren Sie zufällig einmal bei der Heide Schmidt auf der Liste des Liberalen Forums. Die haben sich nämlich auch für die Freigabe von "Hasch" eingesetzt, weil man damit die Süchtigen besser unter Kontrolle hätte. Wie wäre es denn z.B. wenn Alkohol am Steuer frei wäre und die Polizei den Besoffenen mit seinem Auto in die Mitte nehme und mit einem Streifwagen vorne und einen hinten nach Hause eskortieren würde. Oder vielleicht sollte man jeden eine echte Pistole mit Platzpatronen geben.Wenn er sich dann selbst scharfe Munition besorgt und jemanden erschießt, hat der, den er erschossen hat, halt Pech gehabt. Wenn Sie noch alle Latten am Zaun haben dann weiß ich nicht mehr!

Wieder ein völlig Unschuldiger in Haft Die österreichische Justiz spinnt. Jetzt haben Sie neben Mayer und dem Radlfahrer schon wieder einen "Unschuldigen" eingedreht. Ja drehen die alle durch. Bisher ist des dem Manager gelungen, mit seinen Aussagen, dass er völlig unschuldig sei, immer auf freien Fuß zu bleiben. Endlich haben sie das "unschuldige" Gfraßt eingedreht. Er hat wohl nach dem Motto "sagst du ja, bleibst du da, sagst du nein gehst du heim " gehandelt. Einmal versagt die beste Taktik. Für ihn gilt natürlich bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung. Aber in diesem Falle nenne ich ihn einen Verbrecher!

Bananenbiager melden

Verlogene Szene? Verlogen aus dem Mund... Das klingt doch wie ein Treppenwitz. Komisch nur das ALLE auf einmal mit den Behörden kooperieren wollen. Zufall oder?
Kooperieren wollen und bis dato alles auch vor den Kommissionen leugnen?
Dieser Abschaum will auch noch eine Begünstigung? Klar - jetzt wo diese Brut keinen Ausweg mehr hat weinen alle wie kleine Kinder.

Was mich ehrlich freut, endlich wird diesen Leuten das Handwerk gelegt oder halt versucht. Auf Österreichisch halt nur, aber der Wille geht fürs Werk.

Weg mit diesem Abschaum und volle Härte, das sollen diese Typen inklusive den Abnehmern zu spüren bekommen.

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Re: Verlogene Szene? es ist schon solche dinge wieder zu lesen: "weg mit diesem abschaum und volle härte ......" - tja das hatten wir ja schon mal in der geschichte!
... schön, das wir wieder ein paar menschen verfolgen können ...

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@online hv 67 Wie darf ich denn Ihr Posting verstehen? "Augen zu und durch" oder wie? An Ihnen zeigt sich wieder einmal, wie wenig den Österreichern ihre Vergangenheitsbewältigung gelungen ist. Selbst bei dieser Angelegenheit wird an unselige braune Zeiten gedacht. Die Reife gewisser Österreicher läßt schon sehr zu wünschen übrig!

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