Blutbad in Nigeria von

26 Studenten getötet

Radikalislamische Sekte Boko Haram wird hinter Anschlag vermutet

Polizeiauto in Nigeria © Bild: Getty Images/AFP

Bewaffnete haben im Nordosten Nigerias ein Blutbad in einem Studentenwohnheim angerichtet und mindestens 26 Menschen getötet. 15 weitere Personen seien verletzt worden, als die Angreifer am Dienstag das Feuer nahe des Campus der Polytechnischen Hochschule in Mubi eröffneten, sagte ein Behördenvertreter. Wer hinter dem Überfall stand, war zunächst unklar, allerdings verübte die radikalislamische Sekte Boko Haram mehrfach Anschläge in der Region.

"Die Leute sind aus dem Nichts aufgetaucht, und nachdem die Tür geöffnet wurde, haben sie zu schießen begonnen", berichtete ein Informatik-Student. "Ich habe gehört, dass die Täter anscheinend zunächst nach der ethnischen Zugehörigkeit gefragt und dann die Studenten erschossen haben." Nach Informationen der Behörden sind die Opfer mit ihrem Namen aufgerufen worden, bevor sie hingerichtet worden sind. Die Universität sei bis auf weiteres geschlossen worden.

An der Hochschule hatten unlängst Studentenwahlen stattgefunden. Einige der Kandidaten dieser Wahl seien unter den Todesopfern, sagte Yushau Shuaib, Sprecher der Nationalen Notfallbehörde. Ein Zusammenhang zwischen der Abstimmung und dem Überfall sei naheliegend. Die Polizei leitete Ermittlungen ein und wollte einen Zusammenhang mit den Studentenwahlen ebenfalls nicht ausschließen.