Blöd gelaufen: Slowakischer Geisterfahrer überholt auf A8 in OÖ Autobahnpolizei

Wilde Verfolgungsjagd endet erst an Straßensperre Raser versuchte, Polizeiauto von Straße zu drängen

Ein Amokfahrer hat der Polizei in der Nacht auf Mittwoch auf der Innkreisautobahn (A8) in Oberösterreich eine wilde Verfolgungsjagd geliefert. Der 35-jährige Slowake war zunächst als Geisterfahrer unterwegs. Als ihn eine Streife stoppen wollte, drehte er um und raste davon. Fast 40 Kilometer legte er auf der Flucht zurück, mehrmals versuchte er, seine Verfolger von der Straße abzudrängen. Das teilte die Sicherheitsdirektion in einer Presseaussendung mit.

Polizisten, die mit ihrem Streifenwagen auf der A8 Richtung Wels unterwegs waren, staunten nicht schlecht, als sie plötzlich von einem Pkw mit Anhänger überholt wurden. Der Lenker fuhr allerdings nicht auf der Überholspur an ihnen vorbei, sondern auf der anderen Autobahnseite. Die Beamten versuchten, den Geisterfahrer zum Anhalten zu bewegen, dieser drehte aber mitten auf der A8 um und flüchtete.

Die Beamten mussten zunächst bis zur nächsten Anschlussstelle Haag am Hausruck weiterfahren, um auf die andere Seite der Autobahn zu gelangen, konnten dann aber rasch aufschließen. Es kam zu einer wilden Verfolgungsjagd. Der Lenker des Pkw, ein 35-jähriger Hochbautechniker aus der Slowakei, ignorierte sämtliche Halteaufforderungen und überholte den Streifenwagen immer wieder. Teilweise nahm er den Weg über den Grünstreifen, um der Polizei zu entkommen.

Mittlerweile waren weitere Beamte alarmiert worden. Sie richteten rasch eine Straßensperre ein, der Amokfahrer konnte aber ausweichen, indem er kurz vorher bei der Anschlussstelle Ort abfuhr und auf die anderen Seite wieder auf die Autobahn auffuhr. Weitere Versuche der Polizei, den Pkw zu stoppen, schlugen fehl. Der 35-Jährige versuchte mehrmals, die Streifenwagen von der Fahrbahn zu dängen.

Schließlich errichtete die Polizei zwischen den Anschlussstellen Meggenhofen und Pichl eine provisorische Sperre aus drei quer gestellten Sattelfahrzeugen. Hier endete die Amokfahrt. Der Slowake versuchte zwar noch, das Hindernis über eine Böschung zu umfahren, gab dann jedoch auf. Er stieg aus und ließ sich "relativ leicht" festnehmen, so ein Polizist.

Ein Alkotest bei dem Lenker verlief negativ. Seine Überreaktion konnte sich die Polizei nicht erklären. Vermutungen, der Wagen könnte möglicherweise gestohlen sein oder Drogen geladen haben, bestätigten sich bei einer Überprüfung nicht. "Der Fall ist abgeschlossen", sagte Oberösterreichs Sicherheitsdirektor Alois Lißl.
(apa/red)