Blaulichtverkauf für Autos im Graubereich:
OMV nimmt Produkt jetzt aus dem Sortiment

Verwirrende Situation für den Konsumenten Spaßartikel oder doch ein klarer Mißbrauchsfall?

Blaulichtverkauf für Autos im Graubereich:
OMV nimmt Produkt jetzt aus dem Sortiment © Bild: APA/Robert Jäger

Das Blaulicht für Privatautos befindet sich im Graubereich der Gesetzeslage. Zwar ist die Signalfarbe für Einsatzfahrzeuge reserviert und auf Privatautos ist die Montage verboten. Doch der Verkauf ist keineswegs strafbar. Eine verwirrende Situation für Autofahrer. Die OMV reagiert nun, indem sie den Verkauf einstellt.

Der OMV-Shop hat einiges zu bieten, sowohl für den Reisenden als auch für den Auto-Freak. Vom Snack bis zum Spezial-Öl ist alles erhältlich. Was sich bis vor kurzem ebenfalls in den Regalen befand: ein 15 Zentimeter großes Blaulicht.

Verwirrende Situation
Für den Autofahrer ist der Verkauf dieses Produkts eine verwirrende Situation. Zwar ist der Erwerb gesetzlich erlaubt, sobald das Licht jedoch am Auto montiert wird macht man sich strafbar. Michaela Huber, Pressesprecherin der OMV meint dazu: "Grundsätzlich besteht in Österreich Handelsfreiheit, das heißt, der Verkauf ist nicht verboten. Wir haben uns daher immer im Rahmen des Gesetzes bewegt. Wir ziehen jetzt allerdings sofort die Konsequenzen und nehmen dieses Produkt unmittelbar aus dem Sortiment unserer Tankstellen."

Obwohl der Handel legal ist, spricht die Straßenverkehrsordnung eine deutliche Sprache: Nur Fahrzeuge des öffentlichen Sicherheitsdienstes dürfen Blaulicht einsetzen, aber auch das Rote Kreuz, Feuerwehren, Militärstreifen sowie ärztliche Bereitschaftsdienste. Das erworbene Blaulicht dar die Garage also niemals verlassen.
(red)