Blauer Vormarsch, oranges Liebeswerben:
Das Duell der Zwillinge Haider und Strache

NEWS: Wie viel kann BZÖ-Chef FPÖ-Boss abnehmen? Haider schlägt Strache im direkten Duell um Längen

Blauer Vormarsch, oranges Liebeswerben:
Das Duell der Zwillinge Haider und Strache © Bild: APA/Eggenberger

Er hatte sich alles schon so schön ausgemalt. So wie sein einstiges großes Idol wollte er es anlegen. Gegen "die da oben" poltern, gegen "die rotschwarzen Bonzen", gegen die ach so böse EU und natürlich gegen "die Ausländer". Und dabei wollte sich FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nicht einmal besonders anstrengen. Wozu auch? Seit die heillos zerstrittene Koalition auseinandergebrochen ist, hatten ihm doch alle Meinungsforscher und Politikwissenschaftler ja ohnehin grandiose Wählerzugewinne für die Nationalratswahl am 28. September vorausgesagt.

Und es hätte vielleicht wirklich ausgereicht, mit den alten Rezepten – sogar mit 14 Jahre alten Slogans des anderen – in die Wahlschlacht zu ziehen. Und jetzt ist in der bislang so erfolgsverwöhnten blauen Welt guter Rat teuer. Denn jetzt hat sich Jörg Haider auf die bundespolitische
Bühne zurückgemeldet. Jener Jörg Haider, den sein ehemaliger Musterschüler so penibel kopierte. Der neue alte BZÖ-Chef und orange Spitzenkandidat wird seine uralte Oppositionstinktur, mit der er schon in den 90er-Jahren frustrierte rot-schwarze Wähler köderte, nicht kampflos Straches FPÖ überlassen.

Die FPÖ hängt das BZÖ ab. Und Haider Strache
Derzeit liegt die Strache-FPÖ mit 20 Prozent in der aktuellen Sonntagsfrage immer noch um Lichtjahre vor dem Haider-BZÖ, die bei fünf Prozent herumdümpelt. Doch das ist nur eine Momentaufnahme, war das BZÖ doch bis vor kurzemunter dem Ex-Chef Peter Westenthaler außerhalb Kärntens faktisch inexistent.

NEWS beauftragte daher das Meinungsforschungsinstitut market, die Österreicher über die ehemaligen Kameraden zu befragen. Denn für die politische Dynamik der nächsten Woche ist entscheidend, wer von den beiden Verbal-Raubeinen im direkten Duell besser abschneidet. Geprüft wurde daher, wem die Wähler die richtigen Zukunftsvisionen, das größere soziale Gewissen, die bessere Wirtschaftskompetenz, mehr Charisma, die effizientere Oppositionspolitik und mehr Know-how in Sicherheitsfragen zutrauen. Das Ergebnis ist unzweifelhaft: Jörg Haider gewinnt das direkte Duell gegen H.-C. Strache mit einem glatten 8:2-Kantersieg. Im Klartext: Wenn Haider mit Strache in den Ring steigt, kann er ihm einen wesentlichen Teil der Wähler streitig machen.

Den ganzen Artikel lesen Sie im aktuellen NEWS 34/08!