Skandal- Bank von

"Blaue" Briefe an Hypo-Berater

News legte millionenschweren Beratungsaufträge offen - FPÖ hakt nun nach

Skandal- Bank - "Blaue" Briefe an Hypo-Berater © Bild: APA/Barbara Gindl

Die FPÖ will Aufklärung über die von News offengelegten millionenschweren Beratungsaufträge der Hypo Alpe Adria. Neben parlamentarischen Anfragen an den Finanz- und an den Justizminister haken die Blauen mit offenen Briefen nun auch direkt bei den Beratern nach.

Knapp 257 Millionen Euro hat die marode Hypo Alpe Adria – heute "Heta" – von 2010 bis 2013 für Rechts- und Beratungskosten ausgegeben. News präsentierte vor einigen Wochen die Detailliste all jener Berater, für die mehr als 500.000 Euro bezahlt wurde. Bei einigen davon stellen sich heikle Fragen in Richtung möglicher Interessenskonflikte oder nach dem tatsächlichen Nutzen der Beratungstätigkeit.

2.823 Beratungsjahre

FPÖ-Budgetsprecher Elmar Podgorschek, der auch das Team der Blauen im Hypo-Untersuchungsausschuss anführt, hat die Angelegenheit nun im Rahmen parlamentarischer Anfragen an den Finanz- und an den Justizminister aufgegriffen. Die Freiheitlichen rechnen vor, dass bei einem marktüblichen Stundensatz von 350 Euro rund 734.000 Beratungsstunden bzw. 2.823 Beratungsjahre angefallen sein müssten.

Unter anderem will die FPÖ nun wissen, wie die Auswahl der Berater erfolgt ist und in welcher Form die Leistungen dokumentiert wurden. Außerdem hinterfragen die Blauen, welche Beratungsleistungen überhaupt weggefallen wären, hätte es bereits bei der Verstaatlichung der Bank im Jahr 2009 – so wie jetzt – ein Schuldenmoratorium gegeben.

Offene Briefe an Berater geplant

Offenbar will sich die FPÖ jedoch nicht alleine auf das verlassen, was die Ministerien antworten. Sie wendet sich auch direkt an die nicht zu knapp entlohnten Berater. Geplant ist eine Reihe offener Briefe zu den Details der für die Hypo durchgeführten Aufträge. Die Freiheitlichen fragen dabei auch nach, ob es erfolgsabhängige Honorare gegeben hat. Das würde gerade in Zusammenhang mit der Hypo wohl besonders für Stirnrunzeln sorgen.

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