Fakten von

Blatter will womöglich
doch FIFA-Präsident bleiben

Medienbericht: Unterstützung aus Asien und Afrika bestärkt Blatter

Joseph Blatter © Bild: VALERIANO DI DOMENICO/AFP/Getty Images

FIFA-Präsident Joseph Blatter erwägt einem Medienbericht zufolge, seinen Posten doch nicht aufzugeben. Fußballverbände aus Asien und Afrika wollten verhindern, dass der 79-Jährige wie von ihm angekündigt vorzeitig zurücktrete, meldete die "Schweiz am Sonntag" auf ihrer Internet-Seite.

Der Präsident des Fußball-Weltverbands fühle sich über die Unterstützungsbekundungen geehrt und schließe in der Tat nicht aus, sein Amt fortzuführen, zitiert die Zeitung einen Blatter-nahen Informanten. Blatter war wegen Korruptionsermittlungen gegen hochrangige FIFA-Funktionäre unter Druck geraten. Dennoch war er bei der Präsidentenwahl vor zwei Wochen im Amt bestätigt worden. Wenige Tage später kündigte er dann überraschend doch seinen Rücktritt an.

Der Bericht der Zeitung "Schweiz am Sonntag" beruft sich auf das Umfeld Blatters und hat deutliche Reaktionen hervorgerufen.

Reaktionen auf mögliche Blatter-Kehrtwendung

Der Vorsitzende der FIFA-Compliance-Kommission lehnt einen Verbleib Blatters im Präsidentenamt ab. "Für mich sind die Reformen das zentrale Thema. Deshalb halte ich es für unverzichtbar, den eingeleiteten Prozess des Präsidiumswechsels wie angekündigt umzusetzen", erklärte Domenico Scala, der in der Krise des Weltverbandes mit der Findung einer neuen Verbandsspitze betraut worden ist.

Die großen europäischen Verbände, die nicht erst seit den bekanntgewordenen Korruptionsermittlungen gegen hochrangige FIFA-Funktionäre als schärfste Kritiker des 79-jährigen Schweizers gelten, können damit wenig anfangen. "Der von Blatter selbst angekündigte Rücktritt muss jetzt so schnell wie möglich auch formal vollzogen werden", forderte etwa Ralf Köttker, Mediendirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Laut dem Schweizer Rechtsprofessor Mark Pieth, der als Anti-Korruptions-Experte der FIFA mit seinen Reformvorschlägen gescheitert war, müsse der Präsident auf der Stelle gehen. "Blatter kann sich nicht als 'lame duck' für Monate an seinen Job klammern. Es macht keinen Sinn, weiter Zeit zu verschwenden mit politischen Machtspielen", meinte Pieth.

Kommentare

123harry

kann sich nur um einen schertz handeln?? weg mit ihm..

Asiaten und Afrikaner sind gleichen korrupten Zylinder!!!!! Können nicht kicken aber jede Gaunerei mitmachen!!!! Blatter, seih ruhig und geh endlich!!!!

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