Blanke Nerven im Kärntner Wahlkampf:
Turbulente Sitzung der Landesregierung

Streit zwischen Landeshauptmann und Amtsdirektor Dörfler: "Rot-Schwarz betreiben Arbeitsniederlegung"

Blanke Nerven im Kärntner Wahlkampf:
Turbulente Sitzung der Landesregierung © Bild: APA/Barbara Gindl

Bei den Parteien in Kärnten liegen knapp vier Wochen vor der Landtagswahl die Nerven offenbar blank. In der Regierungssitzung gab es einen Wirbel, der sich an Zuständigkeitsfragen entzündete. Dabei kam es zu einem Konflikt zwischen Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Landesamtsdirektor Reinhard Sladko. Letzterer verließ die Sitzung, was SPÖ und ÖVP zum Anlass für einen Exodus nahmen.

Laut Dörfler hätten Rot und Schwarz "Arbeitsniederlegung" betrieben, indem sie die Sitzung verlassen hätten. Seiner Auffassung nach war ein Akt, den ÖVP-Landesrat Josef Martinz eingebracht hatte, nicht tagesordnungskonform gewesen. Dörfler und Sladko waren darüber allerdings unterschiedlicher Meinung. Darauf, so hieß es, habe der Landesamtsdirektor erklärt, in diesem Falle gehe er besser und sein Stellvertreter solle statt ihm weitermachen. Sladko verließ denn auch die Regierungssitzung, die daraufhin unterbrochen wurde.

Martinz widersprach dem Landeshauptmann, dieser habe "keine Ahnung von der Vorsitzführung", kritisierte der ÖVP-Obmann. Das BZÖ habe den Abbruch der Regierungssitzung provoziert, weil BZÖ-Finanzreferent Harald Dobernig "am Akt (Regierungsantrag, Anm.) genannt werden wollte", sagte Martinz in einer Aussendung. Er warf Dörfler vor, Sladko "untergriffig" attackiert zu haben.
(apa/red)