Blanke Nerven beim FC Bayern München:
Schweinsteiger nach Robben-Kritik zornig

Hannover mit Pogatetz gegen Mönchengladbach Österreicher-Duell bei Hoffenheim - Stuttgart

Blanke Nerven beim FC Bayern München:
Schweinsteiger nach Robben-Kritik zornig © Bild: GEPA / Witters

Nur ein Punkt trennt Hannover 96 und den FC Bayern München im Kampf um einen Platz in der Champions League-Qualifikation. Während beim Pogatetz-Club optimistische Ruhe herrscht, machen die Bayern ihrem Namen als "FC Hollywood" wieder einmal alle Ehre: Nach kritischen Worten von Arjen Robben verlässt Bayern-Kapitän Schweinsteiger zornig, begleitet von bajuwarischen Kraftausdrücken, eine Pressekonferenz der Münchner.

In der 32. und drittletzten Bundesligarunde haben sowohl die Bayern als auch Hannover Heimvorteil. Die Niedersachsen erwartet dabei aber mit Nachzügler Borussia Mönchengladbach der vermeintlich einfachere Gegner. Beim FC Bayern ist der FC Schalke 04 zu Gast - ein nicht zuletzt aufgrund der Causa Neuer brisantes Duell. Die Hausherren haben auch zwei Rechnungen mit den Knappen zu begleichen: Im Herbst ging das Auswärtsspiel auf Schalke 0:2 verloren, im DFB-Pokal hatten die Bayern im Halbfinale mit 0:1 ebenfalls das Nachsehen.

Hannover-Trainer Mirko Slomka geht jedenfalls motiviert in die letzten Runden. "Wenn wir dreimal gewinnen, ist es egal, wie Bayern spielt. Wir können es aus eigener Kraft schaffen. Das ist eine große Motivation", gibt sich Slomka selbstbewußt. Er warnt seine Truppe allerdings davor, die kommende Aufgabe als Selbstläufer zu betrachten: "Die Gladbacher haben sich stabilisiert. Wir müssen Geduld zeigen. Wenn sie das Risiko erhöhen, müssen wir zur Stelle sein."

Bei den Bayern liegen die Nerven blank
Königsklasse oder Europa League, das ist bei den Bayern momentan die große Frage. Und das Nervenkostüm der Bayern-Akteure dürfte mittlerweile heftig angespannt sein. Arjen Robben bemängelte das Fehlen echter Führungsspieler bei den Münchnern. Es fehle in der wichtigen Saisonphase ein Führungsspieler wie es sein zum AC Milan abgewanderter Landsmann Mark van Bommel gewesen sei. Kapitän Philipp Lahm äußerte sich kurz: "Ich weiß nicht, was seine Motivation war. Ich werde das mit ihm besprechen." Weniger diplomatisch reagierte Bastian Schweinsteiger: "Ich bin kein Chefchen. Jeder hört in der Kabine auf das, was ich sage", wetterte der Vize-Kapitän des FC Bayern - und verließ mit zorniger Miene und begleitet von diversen bajuwarischen Kraftausdrücken die Pressekonferenz.

Kurz und bündig analysierte WM-Torschützenkönig Thomas Müller die Stimmung im Lager des aktuellen Double-Gewinners: "Es ist ein Scheißgefühl. Die Qualifikation für die Champions League ist gefährdet!" Neben der Sorge um einen halbwegs versöhnlichen Saisonabschluss stehen auch Millioneneinnahmen auf dem Spiel. Der Vorstandsvorsitzende der Münchner, Karl-Heinz Rummenigge appellierte an seine Mannschaft: "Es wird eine sehr enge Angelegenheit. Wir müssen alles in die Waagschale werfen."

Fuchs um Europa League, Harnik um Klassenerhalt
Der FSV Mainz möchte mit Christian Fuchs und Andreas Ivanschitz neben dem ersten Derby Sieg im achten Versuch gegen Eintracht Frankfurt auch wichtige Punkte im Kampf um die Europa League Qualifikation sammeln. Zu einem Österreicher Duell kommt es beim Spiel der TSG 1899 Hoffenheim gegen den VfB Stuttgart: David Alaba und Andreas Ibertsberger treffen dabei auf Martin Harnik, wobei es für die Schwaben um wichtige Punkte für den Klassenerhalt geht.

Tabellenführer Dortmund empfäng den 1. FC Nürnberg, Verfolger Bayer Leverkusen liegt aktuell fünf Punkte zurück und muss zum 1. FC Köln.

(apa/red)