Blamabler Abschied aus Europa League:
Bullen verlieren erneut gegen Lech Posen

Stilic erzielt in der 30. Minute Goldtor für die Gäste Salzburger scheiden mit wenigsten Liga-Toren aus

Blamabler Abschied aus Europa League:
Bullen verlieren erneut gegen Lech Posen © Bild: GEPA

Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat sich am Donnerstagabend mit einer unglücklichen 0:1-(0:1)-Niederlage gegen Lech Posen aus der Europa League verabschiedet. Das Goldtor für die Gäste erzielte der 23-jährige Bosnier Semir Stilic (30.). Die Mannschaft von Huub Stevens war bereits zuvor als Letzter der Gruppe A festgestanden, aus der neben den Polen noch Pool-Sieger Manchester City (1:1 im Parallelspiel in Turin gegen Juventus) in die K.o.-Phase der letzten 32 einzog.

Nur 5.300 Zuschauer, darunter gut 1.500 polnische Fans, wollten die Partie bei minus acht Grad Celsius im EM-Stadion Wals-Siezenheim verfolgen. Damit wurde der Minus-Rekord in der Red-Bull-Ära vom vergangenen Sonntag im Bundesliga-Heimspiel gegen Sturm egalisiert. Diese Anhänger bereuten knapp eine halbe Stunde ihr Kommen, denn zunächst war bis auf einen Cziommer-Schuss, der zur Ecke abgeblockt wurde (14.), nichts Erwärmendes auf dem Rasen zu sehen.

Salzburg mit Pech an den Fersen
Erst mit der Führung der Gäste, die gleich ihre erste Chance nutzten, nahm die Partie an Fahrt auf: Nach einem weiten Pass von Injac leitete Pesko weiter auf Stilic, dessen Schuss von Sekagya unhaltbar für Salzburg-Schlussmann Walke abgefälscht wurde. Schon drei Minuten später hätte es eigentlich 1:1 heißen müssen: Nach einem von Rednevs abgefälschten Schuss von Offenbacher (der Juniors-Mittelfeldspieler bestritt seine erste Partie unter Stevens von Beginn), der knapp neben dem Tor einschlug, jubelte wenig später Boghossian. Doch sein Treffer wurde zu Unrecht aberkannt, weil nicht er, sondern Schiemer passiv im Abseits gestanden war (33.).

Die "Bullen" blieben am Drücker, hatten aber weiter Pech, denn nach einem Rempler von Arboleda gegen Zarate im Strafraum blieb die Pfeife des russischen Schiedsrichters Maxim Lajuschkin stumm (45.+1). Und unmittelbar vor dem Pausenpfiff setzte Sekagya einen wuchtigen Kopfball knapp über die Latte (45.+3).

In der zweiten Hälfte zeichnete sich Walke bei einem Wilk-Schusse aus (53.), während die Salzburger zunächst harmlos agierten. Erst eine Chance von Alan (64./gehalten) brachte wieder etwas Schwung ins Angriffsspiel der Salzburger. Da Boghossian in der 71. Minute mit einem Sitzer am Lech-Keeper Kotorowski erneut und auch Alan wenig später kläglich scheiterte (75.), blieb es aber beim glücklichen Erfolg für die Polen, die durch einen Peszko-Schuss (80./knapp daneben) noch fast das 2:0 erzielt hätten.

"Pokal" für schlechtestes Offensiv-Team
Im Finish hatte die Stevens-Elf nochmals Pech, da der Referee auch bei einem klaren Handspiel von Arboleda im Strafraum nicht auf Elfer entschied (85.). Damit schied Salzburg, im Vorjahr mit sechs Siegen in sechs Spielen noch souveräner Gruppensieger, als schlechtestes Offensivteam aus. Lediglich ein Treffer - beim 1:1 im Heimspiel gegen Juventus - gelang den "Bullen" in den sechs Pool-Matches. (apa/red)