Blake Edwards ist tot: Regisseur erlangte Weltruhm mit "Frühstück bei Tiffany"

88-Jähriger erhielt bereits Ehrenoscar für Lebenswerk

Blake Edwards ist tot: Regisseur erlangte Weltruhm mit "Frühstück bei Tiffany"

Der oscarprämierte US-Regisseur Blake Edwards ist tot. Er war am Mittwoch in Santa Monica (Kalifornien) 88-jährig an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben, wie sein Agent am Donnerstag bekanntgab. In den 1960er und 1970er Jahren hatte Edwards mit Filmen wie "Frühstück bei Tiffany" oder der "Pink Panther"-Filmserie um den tollpatschigen Inspektor Clouseau die Herzen des Kinopublikums erobert.

Edwards galt als Komödienspezialist, stellte sein Talent aber auch im ernsteren Fach, etwa mit dem Alkoholikerdrama "Die Tage des Weines und der Rosen", unter Beweis. Der Regisseur arbeitete mit Filmlegenden wie Peter Sellers, Audrey Hepburn, Cary Grant, Tony Curtis und Jack Lemmon zusammen. Besonders oft setzte er seine zweite Frau, die britische Schauspielerin und Sängerin Julie Andrews ("Sound of Music", "Mary Poppins"), in seinen Filmen ein. Ein weiteres Markenzeichen seiner Streifen war die Musik des bekannten Filmkomponisten Henry Mancini, der jahrzehntelang eng mit Edwards befreundet war.

Ehrenoscar für sein Lebenswerk
Vor sechs Jahren hatte Edwards den Oscar für sein Lebenswerk bekommen. In den Filmen der Reihe "Der Rosarote Panther" hatte er die Filmfigur des Inspektor Clouseau, legendär dargestellt von Peter Sellers, unsterblich werden lassen.

Einen phänomenalen Publikumserfolg schaffte Edwards 1979 mit der Komödie "10 - Die Traumfrau" mit Bo Derek und Dudley Moore. 1982 ließ er Julie Andrews in "Victor/Victoria" eine Sängerin spielen, die in die Rolle eines Mannes schlüpft.

Edwards wurde am 26. Juli 1922 in Oklahoma als William Blake Crump geboren. Er wuchs im Film- und Künstlermilieu auf, schon als Kind hatte er Kontakt zu Schauspielern. In jungen Jahren versuchte er sich selbst als Darsteller, wechselte aber bald hinter die Kamera. (apa/red)