Bittersüße Melbourne-Ergebnisse: Dritter OSV-Rekord von Koll bei der Schwimm-WM

Alle Österreicher aber in Melbourne-Vorläufen out Dinko Jukic mit Bestzeit knapp am Semifinale vorbei

Drei Rennen, drei Rekorde. Der Oberösterreicher Dominik Koll ist die Überraschung der Schwimm-WM in Melbourne. Der 22 -Jährige erzielte auch über 100 Meter Kraul österreichischen Rekord. Koll verbesserte seine Bestmarke von 50,52 auf 50,38 Sekunden. Als 41. verpasste er aber ebenso das Semifinale wie die weiteren Österreicher Dinko Jukic, Fabienne Nadarajah und Birgit Koschischek.

Koll hatte an den ersten beiden WM-Tagen bereits OSV-Rekorde über 200 und 400 m Kraul an Land gezogen. "Vor zwei, drei Wochen war ich mir selbst nicht sicher, dass ich das schaffe", verriet der 22-Jährige.

Auch Dinko Jukic ist zufrieden
Sein Staffel-Kollege Dinko Jukic schrammte als 20. über 200 m Lagen in neuer persönlicher Bestzeit von 2:02,84 Minuten nur um 0,54 Sekunden am Semifinale vorbei. "Das ist eine super Zeit. Ich habe mich gesteigert, das passt", sagte der 18-Jährige, der am Vortag den Uralt-Rekord über die 200 m Delfin unterboten hatte.

Nadarajah war mit ihrem Vorlauf über 50 m Rücken nicht zufrieden. Die 21-Jährige verpasste das Semifinale in 29,54 als 24. relativ deutlich. "Der Anschlag war schlecht, außerdem bin ich zu tief im Wasser gelegen", erklärte Nadarajah. Die Kurzbahn-Vizeweltmeisterin benutzte den Bewerb aber eher zum Einschwimmen für ihre Spezialstrecke, die ab Freitag auf dem Programm steht. 2005 in Montreal hatte Nadarajah über 50 m Delfin WM-Platz vier belegt.

Ihre Trainingskollegin Koschischek verbesserte ihre Bestzeit über 200 m Delfin zwar um fast neun Sekunden auf 2:15,90, war aber dennoch nicht ganz glücklich mit dem 30. Rang. "Es war eher ein Versuch. Ich habe gesehen, dass noch sehr viel drinnen ist."
(apa)