Freies Geld von

Warnung vor der Bitcoin-Blase

Digital-Währung seit dieser Woche erstmals über 1.000 Dollar. Experten warnen.

Die virtuelle Währung Bitcoin stellt immer neue Rekorde auf. © Bild: Thinkstock

Die Digitalwährung Bitcoin knackt alle Rekorde. In dieser Woche kletterte der Kurs erstmals über die Marke von 1.000 US-Dollar (735,7 Euro). Der rasante Anstieg zeigt deutlich, welch kuriose Blüten der Anlagenotstand in Zeiten rekordniedriger Zinsen rund um den Globus treibt. Doch an der Zukunftsfähigkeit des Bitcoins scheiden sich weiter die Geister. Was ist der Idee vom freien Geld, das unabhängig von Regierungen, Zentralbanken und Kreditinstituten funktioniert, noch zuzutrauen?

Die Warnungen vor einer Spekulationsblase reißen nicht ab. "Sie könnten genauso gut auf jeden Pennystock setzen, denn auch Bitcoins haben keine Chance, jemals zu einer umfangreich verwendeten Währung zu werden", schreibt die Commerzbank ihren Kunden.

Solche Unkenrufe begleiten die Bitcoin-Rally allerdings von Anfang an - bisher konnte sie trotzdem nicht gestoppt werden. Nach jedem Absturz dauerte es nicht lange, bis sich der Kurs wieder berappelte und zu neuen Höhenflügen ansetzte.

Zocker treiben Preis hoch

Dennoch gibt es keinen Zweifel: Nach wie vor sind es vor allem Zocker, die den Bitcoin nach oben treiben. Für die Funktion als Zahlungsmittel ist die unberechenbare Kursentwicklung nicht förderlich. Zwar kann man im Internet mittlerweile alles Mögliche vom Ferienhaus auf Mallorca bis zum Notebook mit Bitcoins bezahlen.

Doch rechtfertigt das den exorbitanten Preisanstieg von 13 auf mehr als 1.000 Dollar im Jahresverlauf? Die Gründe für die atemberaubende Entwicklung liegen laut Experten eher in der verzweifelten Suche nach renditeträchtigen Anlagen und Misstrauen gegenüber dem vom Billiggeld abhängigen Finanzsystem.

Wertspeicher ähnlich wie Gold

In Krisenländern wie Argentinien, Zypern, Griechenland oder Spanien werde nach Alternativen für etablierte Währungen gesucht, stellt Analyst Ali Farid Khwaja von der Berenberg Bank fest. "Das legt nahe, dass Bitcoins sich ähnlich wie Gold zu einem Wertspeicher bei Krisen, Hyperinflation oder exzessivem Gelddrucken entwickeln könnten."

Sparer haben derzeit viele Gründe, um ihr Geld zu fürchten: Zentralbanken halten die Zinsen so niedrig wie nie und denken sogar laut über Strafgebühren auf Bankeinlagen nach. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat kürzlich in einer Studie Gedankenspiele für eine Zwangsabgabe auf große Vermögen aufgegriffen.

Ob das Ersparte aber ausgerechnet in Bitcoins sicher angelegt ist? Sobald ein paar große Akteure verkaufen, könnte der Markt nervös werden. "Wer das Platzen einer Blase beobachten will, sollte den Bitcoin gut im Auge behalten", warnt Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz.

Kommentare

clsc melden

Es mögen alle, die zocken wollen, das tun können. ABER: keinen Cent Hilfe für irgendwen, der sich daran beteiligt, wenn die Pleite droht! Geld ohne Begrenzung der Menge zu schaffen, ist wirt. Irrsinn! Wir sehen es deutlich in der Finanzwelt. So viel Geld, wie noch nie ist im Umlauf und in der Realwelt haben wir kaum Inflation! Irrt die Wirtschaftswissenschaft? Nein.

clsc melden

Die Geldmenge fließt sofort zu den Zockern und die treiben die Kurse in die Höhe (hier zeigt sich die Inflation durch Geldmengenvermehrung !), erzeugen scheinbares Wirtschaftswachstum und wenn die Blase platzt, zahlen so wie jetzt schon die Sparer die Zeche! Nehmt den Zockern das Geld weg bevor es zu spät ist!

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Man kann nicht unbegrenzt Bitcoins erschaffen. Die sind auf maximal 21 Mio. beschränkt.

Urlauber2620
Urlauber2620 melden

Und der nächste Spinner setzt sein Spielgeld vom DKD als Zahlungsmittel ein.

Wolfgang 69
Wolfgang 69 melden

Die meisten Posten haben wohl die Grundlagen von Bitcoins nicht verstanden. Bitte nachlesen, Wikipedia tut Wunder.

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