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Bischofs-Skandal: Das
letzte Wort hat Rom

Visitator Lackner will nur "Brücke nach Rom sein"

Kirche - Bischofs-Skandal: Das
letzte Wort hat Rom © Bild: APA/Hochmuth

Nach der Aufdecker-Story von News werden im Bischofs-Skandal rund um Alois Schwarz Details zur weiteren Vorgehensweise bekannt. Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner (im Bild) will als Apostolischer Visitator für die Diözese Gurk-Klagenfurt "eine Brücke nach Rom sein". Der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn stellte fest: "Ein Urteil steht mir nicht zu."

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Lackner meinte am Heiligen Abend in einem Interview während der "Licht ins Dunkel"-TV-Sendung des ORF-Landesstudios Salzburg, seine erste Aufgabe sei "zu hören, wie es den Menschen und Verantwortlichen in der Kirche dort geht". Er wolle "ein Sprachrohr nach Rom sein für diese Menschen", wisse allerdings auch, "Wahrheit muss errungen werden". Der Erzbischof fügte hinzu: "Wahrheit fällt uns nicht in den Schoß. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, auch vor allem eine Brücke nach Rom zu sein." Er wird seinen Dienst als Visitator Mitte Jänner beginnen. Derweil bitte er "alle, die beteiligt sind, dass wir dem Weihnachtsfrieden eine Chance geben, auch wenn es in brüchiger Umgebung ist".

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Kardinal Christoph Schönborn sagte zum "Standard", er stelle zum jetzigen Zeitpunkt keine Beurteilung zur Lage in Kärnten an. "Ich kenne manche Vorwürfe, kenne aber auch den Befund des Wirtschaftsprüfers, der sagt, dass nichts passiert ist, was das Bistum wesentlich beeinträchtigt hätte oder ungesetzlich gewesen wäre. Ich habe also kein Gesamtbild. Daher steht mir ein Urteil gar nicht zu", wird er zitiert. Er erinnerte an die kirchenrechtliche Situation: "Als Bischof von Wien und Kardinal habe ich auch keinerlei Autorität, über einen anderen Bischof oder eine andere Diözese zu richten. Das zuständige Gremium ist die Bischofskongregation in Rom."

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