Biosprit kann CO2-Emissionen verringern: Minister Pröll präsentiert dafür neue Zahlen

Biosprit bleibt eine Alternative zum fossilen Brennstoff Im Vergleich um ein Drittel weniger CO2-Emissionen

Biosprit kann CO2-Emissionen verringern: Minister Pröll präsentiert dafür neue Zahlen © Bild: APA/Rüsche

In der Debatte um die Klimaeffekte der Biotreibstoffe hat sich Umwelt- und Landwirtschaftsminister Pröll zu Wort gemeldet und Zahlen des Umweltbundesamts vorgelegt. Demnach reduziert der Agrarsprit gegenüber fossilen Treibstoffen den klimaschädlichen Kohlendioxid-Ausstoß. Pröll reagiert damit auf internationale Studien, die - etwa mit Hinweis auf Urwaldrodungen - dies in Zweifel ziehen.

Für Pröll stellen die UBA-Zahlen klar, "dass Biosprit tatsächlich eine wirksame Alternative zu fossilen Treibstoffen darstellt". Die Analyse des Umweltbundesamts basiert auf lokalen Gegebenheiten (Raps, lokale üblicher Düngereinsatz, etc.). Die Experten rechnen dabei die ganze Prozesskette des jeweiligen Treibstoffs durch: Beim Erdöl von der Förderung bis zur Verbrennung des Benzins (Diesels) im Pkw, bei den "Biofuels" von der Aussaat über die Düngung und den Traktoreneinsatz bis ebenfalls in den Tank.

Ein Drittel weniger CO2
Hauptergebnis: Ein Pkw, der mit Biodiesel auf Rapsmethylesterbasis fährt, emittiert bei Betrachtung der ganzen Kette um ein Drittel weniger CO2 als der Benzin-Pkw. Gegenüber einem herkömmlichen Dieselaggregat beträgt der Vorteil 14 Prozent. Bei der zugrundeliegenden "Lifecycle Analysis" (LCA) wird davon ausgegangen, dass die Feldfrüchte für den Biotreibstoff auf bereits bestehenden Grünflächen angelegt werden, bestätigte das Umweltbundesamt. Deren bestehende Fähigkeit, Kohlendioxid zu binden, müsste noch in das Modell eingerechnet (subtrahiert) werden.

"Natürlich muss auf Nachhaltigkeit in der Produktion gesetzt werden", erklärte der Umweltminister. "Regenwald abzuholzen, um Palmölplantagen zu schaffen, kann nicht der Weg sein." Wer den Biosprit verteufle, laufe Gefahr, "sich zum Erfüllungsgehilfen der Erdöllobby zu machen".

(apa/red)