Biologen entdeckten 130 neue Froscharten auf Madagaskar: Tiere rufen unterschiedlich

Kaulquappen und Frösche genetisch analysiert Forscher warnen vor weiterer Umweltzerstörung

Deutsche Biologen haben gleich 130, vielleicht sogar 200 neue Froscharten auf Madagaskar entdeckt. Die Gruppe um Professor Miguel Vences von der Technischen Universität Braunschweig berichtet darüber in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS").

Biologen entdeckten 130 neue Froscharten auf Madagaskar: Tiere rufen unterschiedlich

Die Funde sind Ergebnis von Unterschieden in den Rufen der Tiere, einer intensiven Suche auf der Insel sowie genetischer Analysen von Fröschen und Kaulquappen. Die Forscher vermuten, dass die Insel im Indischen Ozean nicht zwangsweise die größte Zahl von Froscharten weltweit beherbergt: Womöglich gebe es auch in anderen Regionen mehr Amphibien als bisher bekannt. Zugleich warnen Vences und seine Co-Autoren vor der fortschreitenden Umweltzerstörung auf Madagaskar, wo es besonders viele Tiere gibt, die ausschließlich dort vorkommen. (apa/red)