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Biokraftstoffe für eine bessere Umwelt, CO2-Reduktion und aktiven Klimaschutz

Ehrgeizige Ziele in Österreich für mehr Klimaschutz Emissionen bei Biodiesel bis zu 70 Prozent geringer

Biokraftstoffe für eine bessere Umwelt, CO2-Reduktion und aktiven Klimaschutz © Bild: Lebensministerium

Die CO2 -Emissionen, die bei der Verbrennung von Biokraftstoffen entstehen, werden als klimaneutral angesehen, da bei deren Verbrennung– anders als bei fossilen Kraftstoffen – nur so viel Kohlendioxid abgegeben wird, wie die Pflanzen während ihres Wachstums aus der Atmosphäre gebunden haben.

Biokraftstoffe sind nicht 100-prozentig klimaneutral, doch der Vergleich mit der Herstellung fossiler Treibstoffe ist jedoch eindeutig: die höchsten CO2 -Emissionen während der gesamten Prozesskette haben fossile Treibstoffe. Im besten Fall sind die Emissionen beim Einsatz von Biodiesel im Vergleich zu fossilem Diesel um 70 Prozent geringer im schlechtesten Fall immer noch um 13 Prozent.

EU-Ziele
Die EU schreibt als Teil ihrer Klimaschutzziele im Kampf gegen den Treibhauseffekt folgenden Einsatz von Biotreibstoffen vor:

• ab 2005 eine Beimischung von zwei Prozent Biokraftstoffen
• ab 2010 eine Beimischung von 5,75 Prozent Biokraftstoffen

Beim EU-Gipfel im März 2007 wurde von den Regierungschefs ein Zehn-Prozent-Ziel des Einsatzes von Biokraftstoffen bis 2020 beschlossen. Dieses Ziel ist Teil des Klimapakets, das am 23. Jänner 2008 von der Europäischen Kommission vorgestellt wurde, und findet sich im Vorschlag der EU Richtlinie „Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen“.

Bis 2010 will Österreich nach den Vorgaben im Regierungsprogramm einen Anteil von zehn Prozent an alternativen Kraftstoffen erreichen.

Das geschieht mit gutem Grund: die Klimabilanz 2006 weist bereits eine Reduktion von rund einer Million Tonnen CO2 durch den Einsatz von Biotreibstoffen nach, durch die Erhöhung auf zehn Prozent kann die CO2 -Reduktion auf über zwei Millionen Tonnen erhöht werden.

Steuerliche Begünstigungen für Bio im Tank
Parallel dazu gibt es eine steuerliche Begünstigung von Kraftstoffen, die schwefelfrei sind und Beimischungen von Biokraftstoffen enthalten, durch eine Spreizung der Mineralölsteuer. Biokraftstoffe in Reinform sind von der MöSt befreit, ebenso ist der Bio-Ethanol Anteil im E85-Kraftstoff von der MöSt-befreit. Die gesplitteten MöSt-Sätze gelten bei Diesel seit 1. 10. 2005, bei Benzin seit 1. 10. 2007.

Biokraftstoffe – Mengen und Kapazitäten in Österreich
Österreich verfügt über rund 1,37 Millionen Hektar Ackerland, das gegenwärtig bewirtschaftet wird, das sind rund 1,2 Prozent der gesamten EU-Flächen.

Derzeit verfügt Österreich mit rund 400.000 Jahrestonnen bereits über eine genügend hohe Kapazität zur Herstellung von Biodiesel, um den heimischen Markt zu versorgen.

Das bedeutet für Österreich: Es stehen genug Flächen für die Nahrungsmittel- als auch für die Produktion von Bioethanol zur Verfügung.

Einsatz von Biodiesel in Österreich
Im Jahr 2006 kamen in Österreich 321.000 Tonnen Biodiesel zum Einsatz, 288.500 Tonnen durch Beimischung zu fossilen Kraftstoffen und 32.500 Tonnen pur oder als Mischung mit einem Bioanteil von mehr als fünf Prozent. Zusätzlich wurden unter anderem in der Landwirtschaft 10.000 Tonnen pures Pflanzenöl als Kraftstoff in Verkehr gebracht. Damit wurden insgesamt 3,54 Prozent aller im Inland verkauften Kraftstoffe durch Biokraftstoffe ersetzt.

Bioethanol
In Österreich wird Bioethanol seit 1. Oktober 2007 zu Benzin beigemischt. Wie alle Biokraftstoffe trägt es durch seine im Vergleich zu fossilem Benzin positive Treibhausgasbilanz zur Verringerung des Ausstoßes an Treibhausgasemissionen bei und ersetzt Rohölimporte.

Entsprechend der EU Kraftstoffnorm sind alle Fahrzeuge für eine maximale Beimischung von bis zu fünf Prozent an Bioethanol freigegeben. Eine Fahrzeugadaption ist nicht notwendig. Höhere Beimischungen von Bioethanol wie E10 (Benzin mit zehn Prozent Ethanolanteil) können nur mit Freigabe der Fahrzeughersteller verwendet werden. Erst wenn Superethanol (E85) getankt wird, sind eigene Fahrzeuge so genannte FFV-Fahrzeuge erforderlich („flexible fuel Fahrzeuge“). Derzeit gibt es in Österreich sieben Tankstellen (aktuelle Anzahl auf www.superethanol.at ) von Avanti und Genol, die E85 anbieten. (Superethanol E85 besteht im Mittel zu 75 Prozent aus Bioethanol und zu 25 Prozent aus Benzin.)

Quelle: BIOKRAFTSTOFFE IM VERKEHRSSEKTOR IN ÖSTERREICH 2007, Zusammenfassung der Daten der Republik Österreich gemäß Art. 4, Abs. 1 der Richtlinie 2003/30/EG für das Berichtsjahr 2006; Bericht an die EK, UBA im Auftrag des BMLFUW