Bioboom in Österreich bleibt ungebrochen: Aber hält "bio" auch, was es uns verspricht?

NEWS: Nicht überall, wo "bio" draufsteht, ist bio drin Schrattenthaler über die Grundregeln für Bioprodukte

Bioboom in Österreich bleibt ungebrochen: Aber hält "bio" auch, was es uns verspricht?

Pestizide im Gemüse, Antibiotika im Schnitzel: Weiß man erst einmal, womit viele Nahrungsmittel heutzutage vollgestopft sind, kann einem gründlich der Appetit vergehen. So ist auch der Bioboom zu erklären, der in den letzten Jahren Österreich erfasst hat. Lag der Absatz von Bioprodukten im heimischen Lebensmittelhandel 2003 noch bei 3,9 Prozent, wird er sich heuer fast verdoppeln – damit ist Bioware das Top-Wachstumssegment.

Die Reaktion des Handels: eine immer breitere Produktpalette. So hat Rewe mit Billa, Merkur und Penny erst kürzlich das tausendste Bioprodukt eingeführt, feiert die Biomarke Ja! Natürlich das 15-jährige Jubiläum. Und auch Spar hat sein Angebot auf 650 biologische Lebensmittel erweitert.

Grundregeln für Bioprodukte
Doch wie "bio" ist Bio wirklich? Lukas Schrattenthaler vom Verband "Bio Austria": "Der Konsument wird oft verwirrt. So haben Bezeichnungen wie 'aus naturnahem' oder 'kontrolliertem Anbau' oder 'aus umweltgerechter Landwirtschaft' nix mit bio zu tun." In NEWS erklärt er die Bio-Grundregeln:

- Schweine, Rinder, Hühner müssen sich frei bewegen können, 200 Tage im Jahr im Freien verbringen. Sie bekommen keine Hormone, keine Antibiotika, sondern biologisches, gentechnikfreies Futter.

- Biobauern müssen über die gesamte Produktion (z.B. Futtermittel) Buch führen.

- Sie dürfen keine Pestizide oder chemisch-synthetische Spritzmittel einsetzen. Das Saatgut muss zu hundert Prozent gentechnikfrei sein.

Wie gesund ist Bio wirklich?
Ob Bioprodukte halten, was sie versprechen, zeigt eine neue Studie:

- Biomilch weist doppelt so viel wertvolle Omega-3-Fettsäuren auf. Sie schützen das Herz, wirken entzündungshemmend.

- Biogemüse enthielt u.a. 29 Prozent mehr Magnesium, 21 Prozent mehr Eisen, 14 Prozent mehr Phosphor.

- Biokartoffeln sind frei von Chemie, enthalten weniger Nitrat (Krebs erregend!).

- Und Biokraut enthielt satte 30 Prozent mehr Vitamin C.

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