Bildungstests von

Migranten holen auf

Unterschiede zu einheimischen Schülern sind aber immer noch beträchtlich

Bildungstests: Migranten holen auf. © Bild: Corbis/Gideon Mendel

Migranten holen laut aktuellen Bildungstests in Österreich gegenüber den einheimischen Schülern leicht auf. Das zeigen sowohl die aktuellen Resultate des Lese-Vergleichs PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) als auch jene des Mathe- und Naturwisssenschaftsvergleichs TIMSS (Trends in International Mathematics and Science Study) in der vierten Klasse Volksschule. Die Leistungsunterschiede sind aber nach wie vor beträchtlich.

Bei PIRLS erreichten die Kinder mit Migrationshintergrund einen Mittelwert von 497 Punkten, jene ohne 537 Punkte. Das entspricht einer Differenz von 40 Punkten - bei der letzten PIRLS-Studie betrug der Leistungsunterschied noch 46 Punkte. Bei TIMSS stehen sogar drei Vergleichswerte zur Verfügung: In der Mathematik verringerten sich die Leistungsdifferenzen kontinuierlich zwischen 1995 (55 Punkte), 2007 (42 Punkte) und 2011 (36 Punkte), das gleiche Bild zeigt sich bei den Naturwissenschaften (1995: 80 Punkte, 2007: 70 Punkte: 2011: 60 Punkte). Bei den heuer erstmals erhobenen Bildungsstandards in Mathematik für Schüler der vierten Klasse Hauptschule/Neue Mittelschule/AHS ist ein Zeitvergleich noch nicht möglich.

Große Differenzen im internationalen Vergleich

Im internationalen Vergleich sind die Leistungsunterschiede zwischen Migranten und Einheimischen in Österreich allerdings groß - wobei für den besseren Vergleich die Leistungen ein- und mehrsprachiger Kinder herangezogen werden. "Mehrsprachig" sind dabei jene Kinder, die zu Hause neben der Unterrichtssprache noch eine andere Sprache sprechen. So werden jene Migrantengruppen herausgefiltert, die die gleiche Sprache wie die Einheimischen sprechen, in Österreich also vor allem die Deutschen.

Israel und Kanada als Vorreiter

In Österreich beträgt der durchschnittliche Leistungsunterschied zwischen ein- und mehrsprachigen Kindern bei PIRLS 36 Punkte, das ist die größte Leistungsdifferenz innerhalb ausgewählter EU-Vergleichsländer. In Deutschland und Italien beträgt sie 32 Punkte, in Schweden 31, in der Slowakei und Dänemark 30, in den Niederlanden sind es 21 und in England 18 Punkte. Trotz hoher Migrantenziffern wesentlich bessere Werte verzeichnen Kanada und Israel mit einem Leistungsunterschied zwischen Einheimischen und Migranten von nur elf bzw. zehn Punkten. Bei TIMSS gibt es noch keine extra Auswertung für ein- und mehrsprachige Kinder.

Kommentare

stabilis melden

In Wien sind in den Volksschulen bereits 55% Kinder mit Migrationshintergrund!

Das Wachstum von Wien erfolgt durch Zuwanderung, auch die soziale Absicherung unserer Pensionen etc. - es stellt sich nur die Frage warum wir dauernd dieses Leute mit dem mittelalterlichen Glauben reinholen statt z.B. Spanier und Portugiesen christlicher Abstammung?

Wir islamisieren unser Land - das ist schlecht!

mfp7764 melden

Nur 55 prozent? bist du da sicher .ich dachte eher an so 80 oder 90. ja leider das is unsere zukunft.haben wir den gutmenschen und unseren deppen politikern zu verdanken.

mfp7764 melden

in ein paar jahren gibts e nur mehr murats und aishas hier,also wirds egal sein ob die was können oder nicht.die überlaufen uns e.

melden

na geh,sein's net so negativ (sorry vom Frank geklaut). Mit den Tschechen war's früher mal dasselbe Problem in Wien und siehe da der tschechischstämmige Strache spricht auch schon ganz passables Deutsch,oder? Beim Dichten rumpelts zwar noch a bißl, aber egal. Und das können andere Migrantengruppen auch schaffen. Vielleicht heißt schon der nächste FPÖ-Häuptling Gülül oder Özül, wer weiß? *fg*

wintersun melden

Haha ja und der wird warscheinlich "100 mal mehr rechter" als der Strache selbst sein ;-) "Daham statt Islam - Ihr Mustava Öztürk" hehehe

melden

naja, so abwegig ist das gar nicht. Die, die uns Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts angeblich zu überfremden drohten, waren die Tschechen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Tschechen_in_Wien ), aber gerade auf der Rechten fühlt sich heute niemand von Strache oder Vilimsky bedroht.

Was ich aber damit sagen wollte war nicht, dass Zuwanderung problemfrei und immer lustig ist, schon allein deshalb, weil sich verschiedene Sichtweisen der Welt immer an irgendwelchen Punkten reiben und das Zusammenleben schwieriger wird, je mehr Menschen sich unterscheiden, aber nach drei, vier Generationen schleift sichs doch ab, wie man sieht.

wintersun melden

Ja diese Meinung teile ich mit Ihnen. Allerdings ist es mit Sicherheit noch ein langer und steiniger Weg bis das Zusammenleben der jetztigen Generationen der "verwurzelten" und der "neuen" Österreicher reibungslos funktioniert. Ich bin mir sicher dass da die unterschiedliche Religion auch eine sehr große Rolle spielt. Man wird sehen wie es sich entwickelt, aber problemfrei ganz sicher nicht...

melden

Ich denke, die meisten Probleme entstehen halt dann, wenn eine Kultur glaubt die bessere und vorne weg zu sein. Das Dumme ist nämlich, das behaupten alle - und die Kriterien dafür entnimmt jeder no na net der eigenen Kultur. Und was Sie und ich als Vorteil sehen kann ein anderer als Manko betrachten, denn jeder hat seinen eigenen Zirkelschluss. Und wenn Gletscherflöhe sprechen könnten, wären sie davon überzeugt, die Essenz der Welt zu sein.
Aber bevor es zu abgehoben wird, wenn unsere Werte wie Humanität und Toleranz tatsächlich überlegen sind, müsste es eigentlich ein leichtes sein, Neuzuzügler davon zu überzeugen. Aber dazu müsste man sie auch vorleben.
Und ohne es zu wissen, würde ich glauben, das Rezept für ein reibungsloses Zusammenleben sollte bei den einen wie bei den anderen religiöse Toleranz gepaart mit dem Bestehen auf vorhandenen Gesetzen sein. Und wer versucht den anderen zu verstehen muss sich nicht ununterbrochen mit ihm prügeln.
Aber naja, man wird ja sehen (müssen).

Seite 1 von 1