Bildung von

Häupl plädiert für Wiener
Stadtschulrats-Modell

Generell soll Reform aber nicht an "verwaltungstechnischen Dingen" scheitern

Michael Häupl © Bild: APA/Hans Klaus Techt

Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) empfiehlt in der Auseinandersetzung um die Zuständigkeit für die Lehrer im Zuge der Bildungsreform das Modell in Wien. In der Bundeshauptstadt verwaltet der Stadtschulrat alle Lehrer - generell ist er überzeugt, dass die Reform "nicht an verwaltungstechnischen Dingen scheitern wird", so Häupl im Ö1-"Mittagsjournal".

Häupl war vor wenigen Tagen für seinen burgenländischen Kollegen Hans Niessl (SPÖ) in die Arbeitsgruppe zur Bildungsreform nachgerückt. Niessl hatte zuvor gemeinsam mit Niederösterreichs Erwin Pröll (ÖVP) die Gruppe verlassen, weil die Verhandlungen nicht in die von ihnen gewünschte Richtung gingen.

Die Landeshauptleute haben sich 2009 bei einer Sitzung in Frauenkirchen (Burgenland) auf eine gemeinsame Position verständigt. Demnach sollen etwa Dienstrecht, Ausbildung und Controlling der Lehrer vom Bund geregelt werden, die Verwaltung der Gebäude sowie die Vollziehung des Dienstrechts für alle Lehrer aber bei den Ländern liegen. Derzeit liegt die Kompetenz für die Verwaltung der AHS- und BMHS-Lehrer beim Bund (Bundeslehrer), jene der Pflichtschullehrer bei den Ländern (Landeslehrer).

Details noch zu klären

Er stehe nach wie vor zum Beschluss von Frauenkirchen, so Häupl. Als Lösung kann er sich ein Modell wie in Wien vorstellen, das auch in einigen anderen Bundesländern angewendet wird. Hier verwaltet der Stadtschulrat - eine Bundesbehörde - alle Lehrer, die Bundeslehrer kraft eigener Kompetenz und die Landeslehrer für das eigentlich zuständige Magistrat. "Wenn man das mit den Bildungsdirektionen ähnlich gut hinkriegt, wird man mit mir über diese Dinge reden können." Natürlich müssten die einzelnen Details aber noch geklärt werden.

Am Streit über die Verwaltung der Lehrer wird man nach Häupls Einschätzung nicht scheitern: "Wenn jemand glaubt, ich streite mich darüber, wer den Gehaltsscheck für Lehrer unterschreibt oder die Rechnungen bei Gebäudesanierungen - das mache ich ehrlich gesagt sicher nicht."

Kommentare

christian95 melden

Das kleine Österreich brauch kein "Wiener Modell", keinen "Vorreiter Erwin Pröll" oder ein kleines Bundesland wie Vorarlberg mit 400.000 Einwohnern. Weg mit diesen überflüssigen Bundesländern, die nur dem Steuerzahler viel Geld kosten! Obwohl schon 80% der Vorschriften aus Brüssel kommen leistet sich das kleine Österreich weiterhin 11 Parlamente (Bund, Länder und Bundesrat) ...

christian95 melden

Seit der Kaiserzeit gibt es diese 99 BH´s. Damals gab es werder Internet, Autos oder Handys. Niemand in der ÖVP oder SPÖ denkt daran diese längst überflüssigen BH´s aufzulösen!

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