Bilanz nach Skiweltcup-Auftakt in Sölden:
'Schnee, Piste und Wetter waren in Ordnung'

Nur: Kein deutscher TV-Sender übertrug die Rennen FIS-Präsident versichert: Kommt 2008 nicht mehr vor

Bilanz nach Skiweltcup-Auftakt in Sölden:
'Schnee, Piste und Wetter waren in Ordnung'

Nach der unfreiwilligen Pause 2006 hat Sölden wieder den Startschuss in die alpine Ski-Saison abfeuern dürfen. Die Erleichterung bei den Verantwortlichen im Ötztal war entsprechend groß. 27.000 Fans strömten zu den Rennen, bei den Damen waren es 11.000 und bei den Herren sorgten 16.000 Zuschauer für einen neuen Sölden-Rekord. Die genauen Nächtigungszahlen werden erst präsentiert.

"Für uns war es immens wichtig, dass der Winterstart offiziell erfolgt ist. Es ist alles gut gegangen. Schnee, Piste und Wetter waren in Ordnung. Es gab nur einen Wermutstropfen", meinte Bergbahnen-Chef Jakob Falkner nach Rennende größtenteils erleichtert. Als einzigen Wermutstropfen hoben Falkner und Oliver Schwarz, der Direktor des Ötztal-Tourismus, die diesmal fehlenden TV-Bilder in den deutschen Raum hervor. ARD/ZDF hatten den Weltcup-Auftakt nicht übertragen.

Söldens Stellenwert enorm
"Dass wird hoffentlich eine einmalige Ausnahme bleiben", so Falkner und Schwarz unisono. Falls dies zum Dauerzustand werde, würde man über einen Weltcup-Ausstieg nachdenken. Dass dies der Fall sein könnte, daran glaubte am Sonntagabend aber niemand mehr. Denn ein Gespräch mit FIS-Präsident Gian-Franco Kasper machte den Tirolern großen Mut. "Kasper hat uns versichert, dass das nicht mehr vorkommen wird. Und davon gehen wir aus", erklärte Falkner.

Nicht zuletzt das Bemühen von Granden wie Kasper zeigt auch deutlich, dass der Stellenwert Söldens für den Weltcup und die gesamte Skiindustrie mittlerweile enorm ist. 2007 war bereits die zehnte Auflage der Weltcup-Rennen auf dem Rettenbachgletscher. (apa/red)