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Mehr als 1000 neue Jobs bei Infineon Österreich

Bilanz - Mehr als 1000 neue Jobs bei Infineon Österreich © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Österreich-Tochter des Infineon Konzerns legt Rekordzahlen vor und baut stark aus. Standort wird weiter aufgewertet.

Die Österreich-Tochter des Münchener Infineon-Konzerns hat im Geschäftsjahr 2017 (per Ende September) das vierte Jahr in Folge mit profitablen Wachstum geschafft. Der Umsatz stieg um beachtliche 38 Prozent auf 2,54 Milliarden Euro, der Gewinn um elf Prozent auf 176,5 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs um vier Prozent auf 3.785 und erreichte einen neuen Rekordstand. Insgesamt wurden im Vorjahr 528 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet.

Der deutliche Umsatzanstieg beruhe einerseits auf der Übernahme des US-Unternehmen „International Rectifier“ und auf einer weltweit starken Nachfrage nach Leistungselektronik für Auto-, Industrie- und Konsumentenanwendungen. Da die positive Marktentwicklung die Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten von Infineon treibt, bekommt der Standort Österreich neue Verantwortungsbereiche und wird weiter ausgebaut. Seit heuer ist Infineon Österreich auch das weltweite Kompetenzzentrum für neue Halbleutermaterialien.

»Wir finden die nötigen Fachkräfte nicht«

Bis 2020 sollen hier 860 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen – davon 350 in Villach, 290 in Graz und 220 in Linz. In Villach, wo 3162 Mitarbeiter beschäftigt sind, werden für einen Neubau 40,1 Millionen Euro investiert. „Infineon ist wieder stärker gewachsen als der Markt und wir bereiten uns auf künftiges Wachstum vor“, sagt Infineon Österreich-Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka, die schon jetzt „200 offene Stellen“ zu besetzen hat: „Wir finden die nötigen Fachkräfte nicht, weil es seit Jahren einen Mangel an Technikern, Naturwissenschaftern und IT-Spezialisten gibt“.

In Summe werden also in den nächsten Jahren bei Infineon Österreich rund 1060 Stellen zu besetzen sein. Und da der Konzern die entsprechenden Mitarbeiter in Österreich nur schwer findet, schaut er sich zunehmend auch im Ausland um. Wie es Infineon gelingt, die gesuchten internationalen Fachkräfte nach Kärnten in die Provinz zu locken, lesen Sie in der Printausgabe von News 49/17.

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