Bierpreise werden ab 2008 "saftig" erhöht: Bis zu 10 Prozent Preiserhöhungen geplant

Noch keine fixen Angaben österreichische Brauer Grund: "Hopfen ist mittlerweile eine knappe Ware"

Bierpreise werden ab 2008 "saftig" erhöht: Bis zu 10 Prozent Preiserhöhungen geplant

Bier wird nächstes Jahr wieder teurer. Während die österreichischen Brauer noch am Rechnen sind, haben deutsche Branchenvertreter ihre Konsumenten bereits auf saftige Preisanhebungen im ersten Quartal 2008 eingestimmt. Dabei war von einer Verteuerung um bis zu zehn Prozent die Rede.

Ob die Deutschen dies brauchten, wollte Markus Liebl, Chef der Brau Union Österreich, nicht beurteilen. Liebl kann und will für seinen Konzern vor Abschluss der laufenden Kalkulationen und Vorliegen der endgültigen Gerste-Ernteergebnisse keine Größenordnungen nennen und auch keinen Zeitraum, wann der Österreich- Marktführer verteuert. "Heuer auf keinen Fall mehr", sagte Liebl zur APA. Die Brauer müssen derzeit alle viel tiefer in die Tasche greifen, um Bier herzustellen. "Alles ist teurer geworden", sagte Liebl. Nicht nur die wichtigsten Rohstoffe, vor allem auch Energie.

Ob und wann die Wiener Ottakringer Brauerei mit den Preisen raufgeht, "wird aktuell durchgerechnet", so auch der Ottakringer- Unternehmenssprecher.

Aufgrund der weltweit wachsenden Bierproduktion "ist Hopfen mittlerweile eine knappe Ware", sagte der deutsche Verbandschef Ilgenfritz. Weltweit habe die Bierproduktion seit 1997 um 35 Prozent zugenommen. Vor allem die dynamisch wachsenden Braukonzerne aus Brasilien, China und Osteuropa kauften den internationalen Hopfenmarkt leer. Entsprechend hätten sich Aromahopfen in den vergangenen beiden Jahren um 100 Prozent und Bitterhopfensorten um 150 bis 400 Prozent verteuert. Eine nachhaltige Entspannung sei erst in drei bis fünf Jahren zu erwarten, wenn die Hopfenbauern durch Flächenausweitungen die gestiegene Nachfrage halbwegs befriedigen könnten. (apa/red)