Biathleten startklar für die neue Saison:
Neuer Trainer und neue Gesichter dabei

Heimbewerbe in Hochfilzen und WM als Highlights Sportdirektor Gandler erhofft eine WM-Medaille

Biathleten startklar für die neue Saison:
Neuer Trainer und neue Gesichter dabei © Bild: APA/EPA/Junge

Erstmals aufgeteilt auf zwei Trainingsgruppen jagen Österreichs beste Biathleten in der am Mittwoch in Östersund beginnenden Weltcup-Saison Punkten und WM-Medaillen nach. Die arrivierten Athleten Fritz Pinter, Christoph Sumann und Daniel Mesotitsch haben sich ebenso wie Talent Dominik Landertinger (20) dem neuen Coach Reinhard Gösweiner angeschlossen, Simon Eder sowie die Brüder Tobias und Julian Eberhard trainieren weiterhin mit Alfred Eder. Saisonhöhepunkte sind die Heim-Bewerbe in Hochfilzen sowie die WM in Südkorea.

"Beide Gruppen haben individuell gearbeitet, jetzt zählt das Ergebnis", sagte Sportdirektor Markus Gandler vor dem 20-km-Bewerb. Prognosen seien vor dem Auftakt immer schwierig, nicht einmal Rekordsieger und fünffacher Weltcup-Gewinner Ole Einar Björndalen (81 Einzelsiege) könne sich eines Podestplatzes sicher sein. Der Norweger hat zuletzt wie die Österreicher in seiner Wahlheimat Obertilliach trainiert, wurde aber durch ein Darmvirus gebremst.

Österreich darf dank des vierten Ranges im Nationencup die Maximalzahl von sieben Athleten stellen, hinzu kommt Iris Waldhuber als einzige Dame. "Ich hoffe, dass es bei dem einen oder anderen schon beim Auftakt klappt", sagte Gandler. "In Hochfilzen möchten wir uns anschließend natürlich besonders gut präsentieren und wir wollen auch eine WM-Medaille", nannte Gandler die Ziele.

Stabile Leistungen als Ziel
Der Oberösterreicher Gösweiner hat mit den arrivierten Athleten einige Umstellungen vorgenommen, auch beim Schießen. Ob es ihnen auch im Wettkampf gelingt, die eingefahrenen Gleise zu verlassen, bleibt abzuwarten. "Primäres Ziel ist es, stabile Leistungen zu bringen", sagte Gösweiner. "Wenn Pinter, Sumann und Mesotitsch das gelingt, dann sind auch Siege möglich." Ganz oben auf dem Podest stand zuletzt Sumann vor fast zwei Jahren (Jänner 2007) bei seinem Double in Pokljuka. Der 32-jährige Steirer ist aber noch nicht in Topform, er hat wegen einer Anfang November aufgetretenen Lungenentzündung die Testrennen verpasst.

Pinter hofft auf einen guten Auftakt, er hat beim letzten Test einen guten Rhythmus gefunden. Im gemeinsamen Training mit der nachdrängenden Jugend wie dem läuferisch sehr starken Landertinger sieht er nur Vorteile. "Da strengt man sich noch mehr an, man will ja nicht, dass einem die Jungen davonlaufen." Im Schießen ist Simon Eder die Nummer eins, der Trainersohn hat läuferisch noch Potenzial. "Er arbeitet sehr hart", sagte Gandler. Konstante Leistungen hat bei den internen Tests Daniel Mesotitsch erbracht. Der Wahl-Tiroler aus Kärnten hat seinen bisher einzigen Sieg in einem 20-km-Bewerb gefeiert, allerdings schon vor mehr als sechs Jahren.
(apa/red)